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Auch wenn der Westwald unter Schutz gestellt wird, sollen Trassen für den Bahn-, Auto- und Radverkehr gebaut werden.
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Auch wenn der Westwald unter Schutz gestellt wird, sollen Trassen für den Bahn-, Auto- und Radverkehr gebaut werden.

Darmstadt

Darmstadt: Westwald soll Bannwald werden

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Darmstädter Stadtverordnete stimmen Magistratsvorlage mit großer Mehrheit zu. Auch den Abschlussbericht mit Leitlinien und Handlungsempfehlungen des „Runden Tisches Wald“ hat das Stadtparlament beschlossen.

Mit großer Mehrheit haben die Darmstädter Stadtverordneten am Donnerstag beschlossen, den Wald westlich von Darmstadt gemäß dem Hessischen Waldgesetz als Bannwald auszuweisen. Die Bannwaldzone soll den Bereich zwischen der Gräfenhäuser Straße, der Autobahn A5 bis nach Eberstadt und bis hin zur westlichen Stadtgrenze umfassen.

RP Darmstadt entscheidet über Bannwald-Empfehlung

Für eine entsprechende Magistratsvorlage stimmten Grüne, CDU, Volt und die Fraktion Uffbasse. Eine entsprechende Empfehlung soll nun an das zuständige Regierungspräsidium (RP) Darmstadt übermittelt werden. Der Antrag wäre allerdings gar nicht nötig gewesen, weil das RP als obere Forstbehörde auf eigene Initiative beziehungsweise auf Anregung tätig wird. Dies hatte ein Behördensprecher bereits Anfang des Jahres erläutert.

Das Stadtparlament nahm zugleich den Abschlussbericht des „Runden Tischs Wald“ (Zustand des Stadtwalds in Darmstadt ist „besorgniserregend“) sowie eine Befragung von Bürgerinnen und Bürger zum Darmstädter Stadtwald zur Kenntnis. Zudem stimmten die Stadtverordneten mit großer Mehrheit auch den vom Runden Tisch erarbeiteten Leitbild und den vorgeschlagenen Leitlinien und Handlungsempfehlungen des Abschlussberichts zu. Ziel sei es, den derzeit schlechten Zustand des Stadtwaldes nach und nach zu verbessern, erläuterte Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne).

Darmstadt: Opposition kritisiert geplanten Bau von Trassen im Westwald

Stadtverordnete von SPD, Linken und FDP kritisierten, dass trotz der beabsichtigten Ausweisung des Westwalds als Bannwald dennoch geplante Trassen für Straßen, Radschnellwege oder die geplante Südanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs an die geplante ICE-Schnellbahntrasse ausgenommen werden sollen. Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) wies den Vorwurf zurück, die Grundwasserproblematik sei während den Sitzungen des Runden Tisches „zu kurz gekommen“.

Laut Akdeniz sei in drei von elf Sitzungen das Thema Grundwasser „ausführlich, gut und hinreichend“ erörtert worden. Untersuchungen hätten ergeben, dass der Westwald bereits seit Ende der 1950er Jahre „keinen Grundwasseranschluss“ habe.

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