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Auch die Weihnachtsmarkt-Buden auf dem Luisenplatz müssen früher als bisher schließen.
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Auch die Weihnachtsmarkt-Buden auf dem Luisenplatz müssen früher als bisher schließen.

Darmstadt

Darmstädter Weihnachtsmarkt macht früher dicht

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Stadt Darmstadt reagiert auf die steigenden Corona-Infektionszahlen, verzichtet aber auf eine komplette Schließung des Weihnachtsmarktes.

Darmstadt - Die Öffnungszeiten auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt in der Innenstadt werden angesichts des weiteren Anstiegs der Corona-Infektionen reduziert und „zunächst“ an die Öffnungszeiten des Einzelhandels angepasst, wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt.

Von diesem Dienstag, 30. November, an schließen die Buden montags bis donnerstags sowie sonntags schon um 19 Uhr und nicht, wie bisher, erst um 21 Uhr. Am Freitag und Samstag ist der Weihnachtsmarkt dann nur noch bis um 20 Uhr geöffnet. Das hat der Covid-19-Krisenstab der Stadt am Montag „nach eingehender Abwägung“ entschieden, teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Montagabend mit.

Stadt schreckt vor Weihnachtsmarkt-Schließung zurück - trotz Corona

Die Marktstände auf den Plätzen in der Darmstädter Innenstadt sollen nun montags bis samstags um 11 Uhr und sonntags um 12 Uhr öffnen. Vorgesehen ist derzeit, den Weihnachtsmarkt noch bis zum 23. Dezember auf den Plätzen in der Darmstädter Innenstadt zu veranstalten.

Gleichwohl könnte der Weihnachtsmarkt angesichts des rasanten Infektionsgeschehens und der sich zuspitzenden Lage in den Klinken doch noch komplett geschlossen werden. Die Stadt hat sich am Montag - möglicherweise mit Rücksicht auf die Schausteller:innen und Standbetreiber:innen - jedoch dagegen entschieden, nach der erst am 15. Dezember erfolgten Öffnung den Weihnachtsmarkt wieder zu schließen, um auf diese Weise die Kontaktmöglichkeiten in der Innenstadt noch energischer einzuschränken.

Weihnachtsmarkt in Darmstadt: Stadt kontrolliert 2G-Regel

Für den eingezäunten Gastronomie-Bereich auf dem Friedensplatz gibt es Kontrollen und es gilt die 2G-Regel. Zutritt haben damit nur Menschen, die geimpft oder genesen sind und dies auch nachweisen können. Zusätzlich Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (mit Attest) und ungeimpfte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Voraussetzung ist für sie ein aktueller negativer Corona-Test oder das schulische „Testheft“.

Die Stadt kündigt in der Innenstadt auf etlichen Plakaten an, die geltende 2G-Regel stichprobenartig zu kontrollieren. Weiterhin bestehen bleibt die Maskenpflicht in allen Gastronomie-Bereichen des Weihnachtsmarktes und es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

Wegen Corona: Buden und Stände auf mehreren Plätzen in der Innenstadt

Darmstadts Oberbürgermeister Partsch erläuterte zu der nun angeordneten zeitlichen Verkürzung des Weihnachtsmarktes, die Stadt habe sich Mitte Dezember dazu entschieden, den Weihnachtsmarkt eine Woche früher als sonst üblich zu öffnen. „Budenzauber, Glühweinduft, stimmungsvoller Lichterglanz und weihnachtliche Musik gehören zur Adventszeit einfach dazu“, so Partsch.

Die Stadt wolle „deshalb den Weihnachtsmarkt auch weiterhin geöffnet lassen, gleichzeitig aber der momentanen Situation Rechnung tragen und die Öffnungszeiten etwas reduzieren“. Bereits zwei Tage nach der Eröffnung hatte die Stadt wegen des großen Andrangs neue Regeln für den Weihnachtsmarkt anordnen müssen. Der Friedensplatz wurde daraufhin eingezäunt, der Ein- und Ausgang neu geregelt und für die Gastronomiebereiche die Maskenpflicht eingeführt.

Weihnachtsmarkt in Darmstadt: Weniger Buden, breitere Wege

Um den Darmstädter Weihnachtsmarkt „luftiger“ zu gestalten und enge Gänge zu vermeiden, gibt es in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen etwas weniger Buden und Stände sowie breitere Gehwege als in den früheren Jahren sonst üblich. Die Schaustellerinnen und Schausteller verteilen sich auf verschiedene Plätze und es gelten eine Reihe von Hygiene-Vorschriften. OB Partsch appelliert zugleich, „weiterhin umsichtig und vorsichtig“ zu bleiben.

Darmstadts Stadtkämmerer und Marktdezernent André Schellenberg (CDU) äußerte, die Schaustellerinnen und Schausteller seien zusammen mit der Stadt „das Risiko eingegangen, den Weihnachtsmarkt unter diesen sehr schwierigen Bedingungen zu wagen“. Ohne deren Unterstützung und aktive Mithilfe wären die zahlreichen Auflagen „kaum umzusetzen“, so Schellenberg. Während für Besucherinnen und Besucher des Marktes die Maskenpflicht in den Gastronomiebereichen gilt, müssen sich die Standbetreiberinnen und -betreiber selbst bei der Zubereitung der Speisen offenbar nicht an die Maskenpflicht halten.

OB Partsch plädiert für „radikale Kontaktbeschränkungen“

Oberbürgermeister Partsch, der auch den Covid-19-Krisenstab der Stadt leitet, äußerte zugleich, der Stadt sei „bewusst“, dass es notwendig sei, das Infektionsgeschehen drastisch zu reduzieren. Aus seiner Sicht würden „eigentlich nur noch radikale Kontaktbeschränkungen in einem bundesweiten Gesamtkonzept helfen“, äußerte der OB. Dies hätten zuletzt die eindringlichen Aufforderungen der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie auch die aktuellen Stellungnahmen der Gesundheits- und Notfalldienste im Darmstädter Krisenstab deutlich gemacht. Dieses „notwendige Gesamtkonzept“ könne die Stadt Darmstadt aber „nicht eigenständig erlassen“, beteuert Partsch.

Nach einem „intensiven Abwägungsprozess“ habe sich der Krisenstab daher am Montag dazu entschieden, „zunächst die Öffnungszeiten auf dem Weihnachtsmarkt einzuschränken und an die Öffnungszeiten des Einzelhandels anzupassen, um die Kontaktmöglichkeiten zumindest etwas zu reduzieren“, so Partsch. Die Formulierung lässt die Interpretation zu, dass sich die Stadt die Schließung des Weihnachtsmarktes als eine Option noch vorbehält.  

Corona in Darmstadt: Kliniken verschieben Operationen

Nach Angaben des Darmstädter Gesundheitsamtes beschleunigt sich das Infektionsgeschehen weiter von Woche zu Woche. In der vorigen Woche hatte die Behörde 511 neue Corona-Fälle registriert. Das waren mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Wochen. Wegen der steigenden Zahl an Erkrankten in den Kliniken werden dort nach Angaben der Stadt planbare Operationen verschoben. Auf den Normal- (und den Intensivstationen) der Darmstädter Kliniken befanden sich am Montag im Klinikum Darmstadt 11 (19) Patientinnen und Patienten, im Elisabethenstift waren es 10 (1), im Alice-Hospital 5 (0) und in den Kinderkliniken ein Patient.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Darmstadt lag am Montag bei 320 Fällen je 100.000 Einwohner:innen. Aus den Bereichen Altenpflege und Kinderbetreuung wurden keine Ausbruchssituationen registriert. Allerdings sagte Bürgermeister Barbara Akdeniz (Grüne) am Montag auf Nachfrage, derzeit seien drei Altenheimen von Corona-Infektionen betroffen. In einem gebe es fünf Fälle. In den Schulen hat sich die Anzahl der positiven PCR-Tests in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg bis Sonntagabend auf 212 in den vergangenen sieben Tagen erhöht.

Darmstadt: Impfambulanz nun an zwei Standorten

Die Impfambulanz im Kongresszentrum „Darmstadtium“ bietet am Mittwoch, 1. Dezember, von 10 bis 15 Uhr Impfungen für alle ohne vorherige Terminvergabe an. Am Donnerstag und Freitag ist die neue Impfstelle von 9 bis 15 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Vom 6. Dezember an werden montags und dienstags von 13 bis 19 Uhr sowie mittwochs bis sonntags von 9 bis 15 Uhr Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen im Darmstadtium verabreicht.

Damit ergänzt die Impfambulanz im Kongresszentrum die Öffnungszeiten der Impfambulanz des Gesundheitsamtes im Gebäude F, Bessunger Straße 125. Diese ist montags und dienstags von 9 bis 15 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Verabreicht werden nicht nur Booster-Impfungen, sondern auch Erst- und Zweitimpfungen. Verwendet wird ein mRNA-Impfstoff - also die Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna.

Lesen Sie weiter: Der Corona-Ticker für Darmstadt und Südhessen

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