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Darmstadt: Was Betroffene nach einem Cyberangriff tun können

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Von: Jens Joachim

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Bei Angriffen mit Erpressungssoftware werden Daten auf Computern verschlüsselt und die kriminellen Hacker verlangen Geld für die Freigabe. Das kommunale Versorgungsunternehmen Entega weigerte sich jedoch, eine Millionensumme zu zahlen.
Bei Angriffen mit Erpressungssoftware werden Daten auf Computern verschlüsselt und die kriminellen Hacker verlangen Geld für die Freigabe. Das kommunale Versorgungsunternehmen Entega weigerte sich jedoch, eine Millionensumme zu zahlen. © dpa

Nachdem viele persönliche Daten nach dem Hackerangriff auf eine Tochterfirma der Entega im Darknet veröffentlicht worden sind, rät das Versorgungsunternehmen dazu, Kennwörter zu ändern, bei Mails vorsichtig zu sein und regelmäßig die Bankkonten zu prüfen.

Nach dem Hackerangriff auf den Darmstädter IT-Dienstleister Count and Care, einer Tochterfirma des Versorgers Entega, bei dem kriminelle Hacker persönliche Daten sehr vieler Personen erbeutet und inzwischen im Darknet veröffentlicht haben, sind Kundinnen und Kunden besorgt.

Nach Entega-Angaben sind „sehr viele“ Kund:innen aus den Sparten Strom, Gas, Telekommunikation, Fernwärme und Wasser der Entega Plus GmbH oder der Entega AG von dem Datenklau betroffen. Allerdings sollen nur Kund:innen, „denen durch das Datenleak voraussichtlich ein hohes Risiko (beispielsweise durch die Veröffentlichung der Bankverbindung) entsteht“ vom Unternehmen „individuell schriftlich informiert werden“. „Das reicht einfach nicht“, schrieb ein besorgter Entega-Kunde der FR, der eine umfassendere und direkte Aufklärung aller durch den Datenklau Geschädigten fordert.

Cyberangriff in Darmstadt: Entega gibt Antworten auf Fragen

Auf die Frage, was Betroffene des Datenleaks nun tun können, antwortet die Entega, sie sollten, verdächtige E-Mails unbekannter Absender löschen und „auf keinen Fall Links oder Dateianhänge öffnen, die in solchen E-Mails enthalten sind“.

Vorsorglich sollten zudem alle Kennwörter geändert werden, die in Verbindung mit Onlinediensten des Entega-Konzerns genutzt werden. Auch sollten bei anderen Onlinediensten, die Kennwörter geändert werden, wenn dort die gleichen Anmeldedaten benutzt werden.

Darmstadt: Entega empfiehlt nach Hackerangriff, Bankkonten zu prüfen

Ein sicheres Kennwort, empfiehlt das Unternehmen, sollte aus mindestens acht Zeichen bestehen und mindestens je einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen enthalten. Auch sollten betroffene Kund:innen regelmäßig Ihre Bankkonten prüfen und bei ungewöhnlichen Kontobewegungen umgehend ihre Bank kontaktieren.

Zudem, heißt es seitens Entega weiter, könne „nicht ausgeschlossen werden, dass Kriminelle die veröffentlichten Daten dazu nutzen, in Ihrem Namen im Internet einzukaufen, Verträge abzuschließen oder Benutzerkonten bei Online-Diensten anzulegen“.

Auf der Internetseite www.entega.de/ hackerangriff werden weitere Fragen im Zusammenhang mit dem Hackerangriff beantwortet. Betroffene Kund:innen können zudem unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/04 80 48 055 die Entega kontaktieren.

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