1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Darmstadt: Viele Baustellen für Volt-Stadtrat Holger Klötzner

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wird saniert und erweitert: Die Christoph-Graupner-Schule am Bürgerpark in Darmstadt.
Wird saniert und erweitert: Die Christoph-Graupner-Schule am Bürgerpark in Darmstadt.  © Jens Joachim

Der Darmstädter Schul- und Digitalisierungsdezernent Holger Klötzner ist seit mehr als einem Jahr im Amt. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Holger Klötzner hat in den vergangenen Monaten viel zugehört und gelernt. Der 34-jährige Wirtschaftsinformatiker, der im Herbst vorigen Jahres von der kleinsten Koalitionsfraktion Volt als Stadtrat vorgeschlagen und auch von den anderen Koalitionspartnern, den Grünen und der CDU, mitgetragen worden ist, ist seit Oktober 2021 als Dezernent für die Themen Bildung und Digitalisierung zuständig. Mit der neuen Rolle musste der aus Gießen stammende Klötzner, der vor seinem Wechsel ins Rathaus am Luisenplatz Geschäftsführer eines Start-up-Unternehmens im Pflegebereich war, erst einmal klarkommen.

Doch viel Zeit zum Eingewöhnen blieb ihm nicht. Und nach der Ankündigung von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) im März 2022 nicht für eine Amtszeit zu kandidieren, ist Klötzner Ende Oktober von seiner Partei auch gleich noch zum Oberbürgermeisterkandidaten gekürt worden. Für die junge Partei avanciert Klötzner somit zum Hoffnungsträger.

Darmstadt: Stadtrat Holger Klötzner (Volt) zieht erste Zwischenbilanz

Nun hat der Volt-Stadtrat nach etwas mehr als einem Jahr im Amt eine erste Zwischenbilanz seiner Arbeit als Schul- und Digitalisierungsdezernent gezogen. In den vergangenen Monaten hat Klötzner alle Schulen in der Stadt besucht und dort auch bisweilen einen Tag lang hospitiert, um sich etwa darüber zu informieren, wie in einem Schulsekretariat gearbeitet wird. Klötzner will diese Besuche fortsetzen und hat den Schulleitungen angeboten, sie könnten ihn jeweils ein Mal im Jahr für eine Aktivität „buchen“.

Für ihn als Politik- und Verwaltungsneuling sei schnell klar gewesen, dass er die Schulen von innen sehen müsse, um sich „ein gutes Bild der Lage machen zu können“,sagt Klötzner rückblickend. Bei seiner Rundreise habe er auch gemerkt, wie stark der digitale Alltag bereits in den Schulen angekommen sei und wie viel es noch zu tun gebe. Die Digitalisierung, so Klötzner, sei „nicht mehr wegzudenken, unabhängig vom Alter“.

Holger Klötzner (Volt) ist seit Oktober 2021 Dezernent für Bildung und Digitalisierung der Stadt Darmstadt
Holger Klötzner (Volt) ist seit Oktober 2021 Dezernent für Bildung und Digitalisierung der Stadt Darmstadt © privat

Darmstadt: Stadtrat Klötzner ist Schuldezernent und für Digitalisierung zuständig

In Darmstadt benutzen Klötzner zufolge inzwischen zehn Schulen den datenschutzkonformen Messengerdienst „Schul.cloud“, der speziell auf den schulischen Bedarf zugeschnitten ist.

Klötzner macht sich in den Schulen nicht nur gerne persönlich ein Bild von der Lage, er hat seit Herbst vorigen Jahres durchaus auch für frischen Wind in der Stadtverwaltung gesorgt. So konnte im Sommer – nach zwölf langen Jahren Vorarbeit – endlich ein aktualisierter Schulentwicklungsplan für die allgemeinbildenden Schulen vorgestellt und vom Stadtparlament beschlossen werden.

In Darmstadt gibt es etliche Baustellen an Schulen

Zudem gibt es in der Stadt etliche Schulbaustellen, die Klötzner in den vergangenen Monaten inspiziert hat: Am Bürgerpark wird derzeit etwa die 1978 errichtete Christoph-Graupner-Schule im Zusammenhang mit einer Gesamtsanierung erweitert. Gleich nebenan schreitet die Sanierung des Berufsschulzentrums Nord weiter voran.

Und auch auf dem benachbarten Gelände der Bertolt-Brecht-Schule konnte Ende September der Grundstein für den Neubau des Hauptgebäudes gelegt werden. Gearbeitet wird auch am Neubau der Heinrich-Hoffmann-Schule neben dem Jugendstilbad oder an der weiteren Sanierung von Schulgebäuden, wie etwa auf dem Gelände der Erich Kästner-Grundschule in Kranichstein.

Alt und neu: Auf dem Gelände des Berufsschulzentrums Nord sind bereits zwei Gebäudetrakte saniert worden, ein weiterer folgt nun.
Alt und neu: Auf dem Gelände des Berufsschulzentrums Nord sind bereits zwei Gebäudetrakte saniert worden, ein weiterer folgt nun.  © Jens Joachim

Schulen in Darmstadt: Interimsprogramm für schnelleren WLAN-Ausbau

Zudem hat Klötzner dafür gesorgt, dass in den vergangenen Monaten elf Schulen mit Hilfe eines Interimsprogramms mit WLAN ausgestattet oder die bestehenden Systeme erweitert wurden, weil ihm der Ausbau zu lange dauerte.

Erst bis 2024 – vier Jahre später als ursprünglich von seinem Vorgänger Rafael Reißer (CDU) angekündigt – sollen alle Schulgebäude in der „Digitalstadt Darmstadt“ ans Glasfasernetz angebunden und mit WLAN ausgestattet sein.

Darmstadt: Schulen werden an zentrales Serversystem angeschlossen

Schon von April 2023 an sollen die Schulen an ein zentrales Serversystem angeschlossen werden. Der Aufbau des Servers ist Klötzner zufolge bereits erfolgt. Bislang, so der Stadtrat, seien „viele schulische Digitalisierungsprojekte mit Hilfe von fachlich versierten und hochmotivierten Lehrkräften direkt vor Ort auf lokalen Servern realisiert worden“.

Hierdurch sei es jedoch „immer wieder zu Problemen und Mehraufwänden“ gekommen, weil eine zentrale Administration und Standardisierung der Softwareprodukte so nicht möglich sei. Mit finanzieller Förderung aus dem Digitalpakt von Bund und Land sei nun das zentrale System mit einer leistungsstarken Servertechnik für alle Darmstädter Schulen für rund 2,4 Millionen Euro angeschafft worden.

Darmstadt: Volt-Stadtrat setzt erste Akzente als Schuldezernent

Auch interessant

Kommentare