DA-2019_Dieselfahrverbot_08
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Fahrverbote diskriminieren den motorisierten Verkehr, finden hessische Unternehmer.

Straßenverkehr

Unternehmer kritisieren Fahrverbote

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Die Verkehrssituation in Darmstadt ist verbesserungswürdig, findet die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Ein Positionspapier bringt zahlreiche Vorschläge.

Die Verkehrssituation in Darmstadt und Umgebung ist „stark verbesserungswürdig“ und belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) nach einer Umfrage unter Beteiligung von 69 Mitgliedsverbänden und Unternehmen.

In dem von der VhU-Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen erarbeiteten Positionspapier wird unter anderem eine Rücknahme der Diesel-Fahrverbote in Hügel- und Heinrichstraße gefordert. Außerdem solle die Stadt „ihre ursprünglichen Pläne der Nord-Ost-Umfahrung wieder aufnehmen“. Auch ein Ausbau der Bundesstraße 45 sowie Umgehungsstrecken auf der B38, etwa von Groß-Bieberau, Fürth-Lörzenbach und Mörlenbach, sollten zügig geplant werden. Des Weiteren werden mehr Park-and-ride-Plätze und eine höhere Taktung der Odenwaldbahn gefordert.

Ein Dorn im Auge ist den Unternehmen auch das Durchfahrverbot für Lastwagen und der Mangel an Ladezonen in Darmstadt. Das Fahrverbot sei „die falsche Maßnahme zur Reduzierung der Emissionen“. Der motorisierte Verkehr dürfe nicht diskriminiert werden. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass Städte und ländlicher Raum auf funktionierende Lieferketten angewiesen seien. Zudem werde der motorisierte Individualverkehr wieder verstärkt genutzt. „Ziel muss sein, verkehrsträgerneutral in die Infrastruktur zu investieren und eine intelligente Vernetzung voranzutreiben sowie den ländlichen Raum besser anzubinden“, so Beiratsvorsitzender Jürgen Streit.

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