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Schaun’n mer mal, welches Mahl auf dem Jagdschloss serviert wird.
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Schaun’n mer mal, welches Mahl auf dem Jagdschloss serviert wird.

Darmstadt

Trotz Lockdown auf Schnitzeljagd

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Das Museum Jagdschloss Kranichstein/Bioversum in Darmstadt bietet spezielle Corona-Veranstaltungen an, um die Zeit des Lockdowns zu überbrücken. Das Interesse sei sehr groß.

Viele Freizeitmöglichkeiten gibt es derzeit wegen des Corona-Lockdowns nicht. Das Darmstädter Museum Jagdschloss Kranichstein/Bioversum, wie alle Museen geschlossen, hat deshalb spezielle Veranstaltungen ins Programm genommen, die trotz des Shutdowns genutzt werden können. Laut Pressesprecherin Caroline Pantke werden die Angebote sehr gut angenommen.

Beim „History Hunt“ zum Beispiel geht es darum, an verschiedenen Stationen rund um das Jagdschloss Rätsel zu lösen. Das Ganze funktioniere komplett ohne Kontakt zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums, erklärt Pantke. Wer sich für das Escape-Game angemeldet habe, bekomme einen Zahlencode. Mit diesem lässt sich das Schloss des Spielrucksacks öffnen, der außerhalb des Museum bereitsteht und Spielzubehör und Aufgaben enthält.

Ähnlich einer Schnitzeljagd arbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Station zu Station vor. „Logisches Denken und Teamarbeit sind gefragt, um Geschichten und Spuren aus der Vergangenheit des Jagdschlosses Kranichstein aufzudecken“, heißt es in der Beschreibung. Zahlreiche Buchungen liegen bereits vor, wie man im Kalender auf der Webseite des Museums sehen kann.

Absagen wegen der verschärften Kontaktbeschränkungen habe es nur von größeren Gruppen gegeben, die aus mehr als zwei Haushalten bestanden hätten, sagt Pantke. Kostenpunkt des Events: 50 Euro pauschal. Im Sommer soll der History Hunt, der zurzeit nur zweimal am Tag angeboten wird, damit sich die Gruppen nicht begegnen, ausgeweitet werden.

Auch das zweite neue Corona-Angebot laufe gut, berichtet Pantke. Sogar aus München seien schon Buchungen eingegangen. „Aufgetischt“ ist Titel einer Onlineverkostung – eine Mischung aus digitalem Angebot und realer historischer Vorführung im Jagdschloss. Dabei schaut man einem Szenenspiel zu, dass vor Ort live aufgeführt wird, und verzehrt währenddessen zu Hause unter anderem Wurstspezialitäten, die von Wild aus dem Kranichsteiner Forst stammen. Dieses bekomme man geliefert. Während des Mahls kann man mit den anderen Teilnehmer:innen und den Schauspielern vor Ort kommunizieren und einiges über die historische Küche erfahren. Die eineinhalb Stunden dauernde Verkostung wird auch für Firmen angeboten und kostet 200 Euro zuzüglich 25 Euro pro Verkostungspaket für zwei Personen.

Bereits seit 2018 bietet das Museum die kostenfreie App „Jagdschloss Kranichstein“ an. An zwei Stationen auf dem Marktplatz und vor dem Schloss sowie sieben Stationen rund um das Jagdschloss kann man damit durch die Geschichte reisen.

Gezeigt werden kurze Filmbeiträge zu den Standorten. Mit dabei ist Landgraf Georg höchstpersönlich, der sich wundert, was sich in den vergangenen 425 Jahren in seiner Residenz so alles verändert hat.

Auch die jagdhistorische Pirsch kann derzeit unternommen werden. An der viereinhalb Kilometer langen Strecke durch den Kranichsteiner Wald, die man zu Fuß oder per Rad zurücklegen kann, stehen Tafeln, die für Kinder und Erwachsene Erlebniselemente zum Mitmachen bereithalten; zwischendurch informieren weitere Tafeln über konkrete Ereignisse vor Ort.

Mit all diesen Angeboten ließen sich nicht die Einbußen durch die derzeitige Schließung des Museums komplett auffangen, sagt Pantke. Aber es sei besser als nichts.

Infos: jagdschloss-kranichstein.de

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