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Frau in Darmstadt erstochen: Tatverdächtiger wegen Mordverdachts in Haft

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Von: Claudia Kabel, Jens Joachim

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Der Tatort im Darmstädter Johannesviertel liegt nur wenige hundert Meter vom 1. Polizeirevier an der Bismarckstraße entfernt.
Der Tatort im Darmstädter Johannesviertel liegt nur wenige hundert Meter vom 1. Polizeirevier an der Bismarckstraße entfernt. © Skander Essadi/5vision.media

Eine 30-jährige Frau ist am Donnerstagnachmittag in einer Wohnung im Darmstädter Johannesviertel von ihrem Ex-Freund, einem 25-jährigen Afghanen, erstochen worden. Der mutmaßliche Täter flüchtete, konnte aber wenig später festgenommen werden. Der Mann kam am Freitag wegen des Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft.

+++ 14.50 Uhr: Nach der Tötung einer 30-jährigen Frau in einer Wohnung im Johannesviertel in Darmstadt ist der kurz nach der Tat in Darmstadt festgenommene 25-jährige Tatverdächtiger in Haft genommen worden. Das hat ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt am Freitagnachmittag mitgeteilt.

Der Mann, bei dem es sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, um einen Staatsangehörigen aus Afghanistan handelt, sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt worden, der gegen ihn einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet habe. Anschließend sei der 25-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten derweil an.

Tödliche Messerstiche in Darmstadt: Polizei geht von Beziehungstat aus

+++ 13.00 Uhr: Nach der Tötung einer 30-Jährigen Frau in einer Wohnung im Darmstädter Johannesviertel gehen die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Darmstadt von einer Beziehungstat aus. Der festgenommene Tatverdächtige, ein 25-jähriger Afghane, sollte am Freitag nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, dem Sprecher der Ermittlungs- und Anklagebehörde, einem Haftrichter vorgeführt werden, um dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen zu werden.

Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft sei auch eine Obduktion des Leichnams der aus Erzhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg stammenden Frau angeordnet worden. Diese war bis Freitagmittag allerdings noch nicht beendet. Nach den bisherigen Ermittlungen hätten die Deutsche und der Afghane eine Beziehung geführt, die aber „offenbar beendet“ gewesen sei. Hartmann zufolge habe die 30-Jährige jedenfalls nicht bei dem 25-Jährigen gewohnt.

Darmstadt: 30-Jährige von Ex-Freund mit Messer erstochen

Laut Oberstaatsanwalt Hartmann ereignete sich die Tat am Donnerstagnachmittag in der Wohnung des 25-jährigen Mannes. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Darmstädter Frauenkulturzentrum an der Emilstraße. Das Ermittlungsteam geht davon aus, dass der 25-Jährige seine Ex-Freundin erstochen hat. In der Wohnung sei ein Messer sichergestellt worden, bei dem es sich möglicherweise um die Tatwaffe handeln könnte, sagte Hartmann.

Nach Darstellung des Oberstaatsanwalts hatte der Bruder der Getöteten seine Schwester am Donnerstagnachmittag zur Wohnung des 25-Jährigen ins Johannesviertel gefahren. Augenzeuge der Tat sei der Bruder aber nicht gewesen. Er habe aber seine Schwester mit Stichverletzungen in der Wohnung gefunden und die Polizei gerufen. Vermutlich, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, sei der Tatverdächtige über einen Balkon geflohen und dann in nördliche Richtung geflüchtet, wo er dann am Martin-Luther-King-Ring widerstandslos festgenommen werden konnte.

Darmstadt: Kriminalpolizei sucht nach Tötungsdelikt Zeuginnen und Zeugen

Update vom Freitag, 25. November, 10.11 Uhr: Ausgerechnet am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ermitteln in Darmstadt Staatsanwaltschaft und Polizei wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts gegen eine Frau. In einer Wohnung im Darmstädter Johannisviertel war am Donnerstagnachmittag eine 30-jährige Frau mit schweren Verletzungen aufgefunden worden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb sie noch in der Wohnung. Das teilte die Polizei mit.

Unweit des Tatorts konnte der mutmaßliche Täter, ein 25-Jähriger, während der anschließenden Fahndung festgenommen werden. Der Martin-Luther-King-Ring wurde deswegen zeitweise voll gesperrt. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und Umständen der Tat dauern derweil an.

Frau im Johannesviertel erstochen: Polizei bittet um Mithilfe

Die Darmstädter Staatsanwalt und das Polizeipräsidium Südhessen baten am Freitagmorgen in einer gemeinsamen Pressemitteilung um die Mithilfe der Bürgerschaft. Wenn am Donnerstagmittag, 24. November, im Zeitraum von circa 15.30 bis 16.15 Uhr eine auffällige Person zwischen der Emilstraße und dem Martin-Luther-King-Ring wahrgenommen hat, soll sich melden.

Ausdrücklich weist die Polizei darauf hin, dass sich Leute, die vom Geschehen Video- oder Fotoaufnahmen gefertigt haben, zeitnah mit den Beamten der Kriminalpolizei in Verbindung setzen sollen. Hinweise werden vom Kommissariat 10 unter der Telefonnummer 06151 / 9690 entgegengenommen. (Claudia Kabel)

Darmstadt: Tote Frau in Wohnung im Johannesviertel gefunden

Erstmeldung vom Donnerstag, 24. November, 18.23 Uhr: In einer Wohnung im Darmstädter Johannesviertel ist am Donnerstagnachmittag eine Frau getötet worden. Laut einer gemeinsamen Mitteilung der Darmstädter Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Südhessen sei die 30-Jährige gegen 15.45 Uhr mit schweren Verletzungen in der Wohnung gefunden worden.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsversuche des Rettungsdienstes sei die Frau gestorben. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei leiteten daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ein.

Darmstadt: Frau im Johannesviertel getötet

Im Rahmen einer Fahndung, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei vom Donnerstagabend weiter, sei unweit des Tatorts ein 25-jähriger Tatverdächtiger vorläufig festgenommen worden. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, bei der Festnahme seien keine Schüsse abgegeben worden. Ob bei dem Tatverdächtigen eine Waffe gefunden wurde, wollte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen.

Rund um die Johanneskirche kann derzeit noch kostenfrei Autos an den Straßen und Wegen abgestellt werden.
Das Johannesviertel in Darmstadt legt um die evangelische Johanneskirche. © Jens Joachim

Der Martin-Luther-King-Ring, der im Norden der Darmstädter Innenstadt liegt und an den Bürgerpark angrenzt, musste wegen der Spurensicherungsarbeit der Polizei zeitweise voll für den Verkehr gesperrt werden. Nähere Angaben zu den Hintergründen und den Umständen der Tat wollten die Ermittler zunächst nicht machen. Die Ermittlungen dauern an. (Jens Joachim)

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