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Darmstadt: Titel „Wissenschaftsstadt“ als Markenzeichen

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Von: Jens Joachim

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Allez les Bleus: Oberbürgermeister Jochen Partsch schneidet im Foyer des Kongresszentrums Darmstadtium die Jubiläumstorte an.
Allez les Bleus: Oberbürgermeister Jochen Partsch schneidet im Foyer des Kongresszentrums Darmstadtium die Jubiläumstorte an. © Jens Joachim

Darmstadt heißt seit 25 Jahren „Wissenschaftsstadt“. Bis Oktober stellen sich die vier Hochschulen und mehrere wissenschaftliche Einrichtungen mit verschiedenen Veranstaltungen vor.

In zwei Monaten, am 13. August, wird sich zum 25. Mal der Tag jähren, seit dem die Stadt Darmstadt den Titel „Wissenschaftsstadt“ führen darf. Die Idee dazu hatten einst der früheren Oberbürgermeister Peter Benz (SPD) und Jan Wörner, der einstige Präsident der Technischen Hochschule Darmstadt, die inzwischen Technische Universität (TU) heißt.

Wörner hatte, wie er vor fünf Jahren in einem Gespräch verriet, dem mit ihm befreundeten OB einen Brief geschrieben, in dem stand, dass man sich mit der Stadt auf besondere Weise identifizieren sollte. Als Möglichkeiten wurden daraufhin die Bezeichnungen „Hochschulstadt“, „Universitätsstadt“ – was sich aber nur auf eine Einrichtung bezogen hätte – oder eben der Titel „Wissenschaftsstadt“ erörtert. Benz zufolge sollte auch das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium als „Identifikationsort für Wissenschaft“ etabliert werden, so dass aus dieser Diskussion die Idee reifte, „eine Marke für die Stadt zu kreieren“.

Als die hessische Landesregierung den Titel vor einem Vierteljahrhundert der Stadt verlieh, sollte dies die Tradition Darmstadts bezüglich Bildung und Wissenschaft, die große Zahl an wissenschaftlichen Einrichtungen belegen. Zugleich sollte damit der Anspruch der einstigen Residenz- und Landeshauptstadt dokumentiert werden, den die Stadt für die Zukunft hatte – den Titel mit Leben und Inhalt zu füllen.

Die Liste der wissenschaftlichen Institutionen in Darmstadt, die vor fünf Jahren auch als „Digitalstadt“ ausgezeichnet wurde und regelmäßig als „Zukunftsstadt“ bezeichnet wird, ist lang: An den vier Hochschulen – der TU und der Hochschule Darmstadt (HDA), der Evangelischen Hochschule Darmstadt sowie der Wilhelm Büchner Hochschule, einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in privater Trägerschaft, studieren inzwischen mehr 50 000 Studierende. Zudem gibt es mehr als 30 wissenschaftliche Einrichtungen.

Laut dem amtierenden Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat der Titel „Wissenschaftsstadt“ „eine damals ungeahnte Dynamik ausgelöst“.

Der Titel habe auch dazu beigetragen, die vorhandenen wissenschaftlichen Einrichtungen zu vernetzen und der Stadt weltweit Aufmerksamkeit verschafft, damit in den Hochschulen und Instituten neue Entwicklungen angestoßen und so nach und nach das Selbstverständnis der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger geprägt. Inzwischen, so Partsch, sei Darmstadt „gar nicht mehr ohne dieses Verständnis als ,Wissenschaftsstadt‘ zu denken“.

Bis Oktober sollen nun die „Wissensorte“ in der Stadt in den Fokus gerückt werden. Alle wissenschaftlichen Institutionen sind dazu aufgerufen, sich mit eigenen Programmpunkten an einer Tour eines sogenannten „Wissenspunktes“ zu beteiligen können. Dabei handelt es sich um einen Stein mit dem Jubiläumslogo, das aus der Zahl 25 besteht und die an eine stilisierte Lilie erinnert, die sich im Wappen der Stadt findet.

Zum Auftakt der Tour veranstaltet die Hochschule Darmstadt am 23. Juni einen Festakt zu ihrem 50. Jubiläum mit einem anschließendem Festival.

Die Tour des „Wissenspunktes“ und das Programm werden im Internet unter www.darmstadt.de/25jahre fortlaufend aktualisiert und erweitert. Dort gibt es eine Übersichtskarte, die zeigt, wo sich die Wissensorte in Darmstadt befinden. Im Lauf des Jahres können sich zudem noch weitere Akteure beteiligen und Veranstaltungen anbieten.

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