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Darmstadt: Tampons für Lilien-Fans

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Von: Claudia Kabel

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Uffbasse-Fraktions-Chefin Kerstin Lau (r.) übergibt einen Hygienespender an Jana Spengler vom Fanprojekt Darmstadt.
Uffbasse-Fraktions-Chefin Kerstin Lau (r.) übergibt einen Hygienespender an Jana Spengler vom Fanprojekt Darmstadt. © Uffbasse

Die Wählervereinigung Uffbasse übergibt dem Fanprojekt des SV 98 Darmstadt Spender mit Hygieneartikeln. Der Magistrat prüft, wo man Tampons & Co. am besten auslegen könnte.

Die Wählervereinigung Uffbasse hat dem Fanprojekt des SV Darmstadt 98 einen Hygienespender für Menstruationsprodukte überreicht. Unterstützt von einer Darmstädter Bürgerin werde die Aktion „Spender Spende“ damit fortgeführt und ein Zeichen gegen die weiterhin schleppende Ausstattung öffentlicher Toiletten mit Menstruationsartikeln und für die Bekämpfung von „Perioden-Armut“ gesetzt, teilte Uffbasse mit.

Schon im Februar hatte Uffbasse der Drogenhilfeeinrichtung Scentral am Herrngarten einen Spender gespendet. Inspiriert von dieser Aktion habe eine Darmstädterin Kontakt zu Uffbasse gesucht und angekündigt, einen weiteren Hygienespender für einen gemeinnützigen Zweck finanzieren zu wollen, berichtet Uffbasse-Vorsitzende Kerstin Lau. Gemeinsam sei die Wahl auf das Fanprojekt Darmstadt gefallen, das eine wichtige Anlaufstelle für viele Jugendliche und junge Erwachsene sei.

Vorangegangen war die politische Forderung von Uffbasse, in städtisch betriebenen Toiletten sowie an allen Schulen und Bildungseinrichtungen kostenlos Menstruationshygieneartikel zur Verfügung zu stellen.

Die Forderung wurde nach längerem hin und her in der Stadtverordnetenversammlung zwar abgelehnt, aber ein eigener Antrag der Rathauskoalition im Februar 2022 beschlossen. Danach sollte der Magistrat prüfen, wo kostenfreie Menstruationsartikel zur Verfügung gestellt werden könnten. Vorgesehen war, Artikel in Stadtbibliothek, Schulen, Jugendzentren und Verwaltungsgebäuden auszulegen.

Um den „zähen politischen Prozess zu beschleunigen“, rief Uffbasse die Aktion „Spender Spende“ ins Leben. Der erste Spender sei an Bürgermeisterin Barbara Akdeniz (Grüne) für das Nordbad übergeben worden.

Hintergrund ist, dass Frauen durch Menstruationsprodukte finanziell mehr belastet werden als Männer. „Perioden-Armut muss verhindert und enttabuisiert werden“, so Uffbasse. cka

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