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Das Ludwigsmonument erinnert an Großherzog Ludewig I.
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Das Ludwigsmonument erinnert an Großherzog Ludewig I.

Gedenkveranstaltung

Terroranschlag Hanau – Darmstadt streitet über Gedenken an Opfer

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Die Stadt lehnt ein Banner am Langen Ludwig und eine Kooperation mit Linksextremisten ab. Der Oberbürgermeister kündigt eine Gedenkveranstaltung auf dem Karolinenplatz an.

Die Stadt Darmstadt lehnt es ab, ein Banner am Langen Ludwig auf dem Luisenplatz zum Gedenken an die Opfer des rechten Terroranschlags in Hanau aufzuhängen. In einer Reaktion auf einen offenen Brief des Darmstädter „Bündnisses gegen rechts“ schreibt Patricia Latorre, die Leiterin des Amts für Interkulturelles und Internationales, im Auftrag von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), die Stadt befürworte diese Aktion nicht und werde sie auch nicht unterstützen.

Gedenken an Opfer von Terroranschlag in Hanau: Ludwigsmonument nicht für politische Zwecke

Das Ludwigsmonument sei als „bedeutendes kulturhistorisches Denkmal“ in der jüngeren Vergangenheit nicht für politische Zwecke genutzt worden, und dies solle prinzipiell auch künftig so bleiben. Allerdings hatten die Nationalsozialisten das 1844 zu Ehren des ersten Großherzogs Ludewig I. errichtete Bauwerk für ihre Zwecke instrumentalisiert und den nach seiner Frau Luise benannten Platz in „Adolf-Hitler-Platz“ umbenannt.

Ferner teilte Latorre mit, dass die Stadt nicht als Kooperationspartner des Bündnisses auftrete. In diesem seien zwar „durchaus wichtige gesellschaftliche Organisationen“ wie der Deutsche Gewerkschaftsbund oder die Initiative Denkzeichen Güterbahnhof vertreten. Allerdings gehörten auch Organisationen dazu, die für die Stadt nicht als Bündnispartner infrage kämen. So hätten sich in der Vergangenheit auch die Interventionistische Linke (IL) oder die DKP an Aktionen beteiligt; beider stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz als linksextremistisch ein.

Gedenken an Opfer von Terroranschlag in Hanau: Veranstaltung auf dem Karolinenplatz

Nach Latorres Worten versteht sich die Stadt „mit ihren zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern selbst als Bündnis gegen rechts“ und rufe immer wieder dazu auf, sich gemeinsam gegen demokratiefeindliche Tendenzen zu positionieren und rassistischen Aktionen und jeder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten. Dies sei auch sofort nach dem Terroranschlag am 19. Februar 2020 durch eine Kundgebung auf dem Luisenplatz geschehen.

Partsch kündigte an, er werde mit einer Videobotschaft an den Terroranschlag erinnern. Zudem werde die Stadt eine Gedenkveranstaltung auf dem Karolinenplatz ausrichten. Die Unterstellung des Bündnisses, er stelle sich „gegen die öffentliche Erinnerung an die Ermordeten von Hanau“ wies der OB als „Verleumdung“ zurück.

Nach dem Terroranschlag in Hanau standen Behörden und Politik in der Kritik. Aufklärung und Konsequenzen seien unzureichend, so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

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