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Trams in Darmstadt sollen öfter und länger fahren.

Darmstadt

Straßenbahnen sollen öfter fahren

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Alle zehn Minuten zum Luisenplatz: Die Heag will das Straßenbahnnetz in Darmstadt und in den Landkreis Darmstadt-Dieburg ausbauen.

Wegen steigender Fahrgastzahlen soll das Straßenbahnnetz in Darmstadt und in den Landkreis Darmstadt-Dieburg hinein massiv ausgeweitet werden. Dafür will das Verkehrsunternehmen Heag Mobilo zehn neue Straßenbahnen anschaffen und 50 zusätzliche Fahrer und Fahrerinnen einstellen.

Das neue Linienkonzept sieht vor, dass man künftig aus jeder Richtung alle 10 Minuten ohne umzusteigen zum Luisenplatz kommen kann sowie alle 20 Minuten zum Hauptbahnhof – auch von Arheilgen und Griesheim aus. Dadurch werde „die Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus- und Straßenbahnlinien, wie zum Beispiel an der stark frequentierten Haltestelle Böllenfalltor“ steigen, heißt es in einer Magistratsvorlage dazu.

Zusätzlich zu den Hauptlinien, welche den zentralen Knotenpunkt Luisenplatz anfahren, sind zwei neue Direktverbindungen von einzelnen Stadtteilen mit dem Hauptbahnhof geplant: eine zwischen Arheilgen und Griesheim und eine zwischen Eberstadt und Kranichstein. Zudem erhält Kranichstein eine Direktverbindung mit dem Böllenfalltor über den zentralen Umsteigepunkt „Schloss“. Die Linie 6 zwischen Arheilgen und Alsbach soll wieder zu einer echten Schnelllinie werden, heißt es in dem Konzept.

Abends sollen die Straßenbahnen künftig länger fahren. Hier sei das heutige Angebot, bei dem der Takt von vielen Linien schon gegen 19 Uhr ausgedünnt wird, nicht mehr zeitgemäß und entspreche nicht mehr der Nachfrage der Fahrgäste, heißt es. Bei der Ausdehnung der Hauptverkehrszeit über 20 Uhr hinaus sollen wichtige Anschlüsse von regionalen und überregionalen Verkehrsmitteln berücksichtigt werden. Insgesamt sollen Trams künftig von Morgens um 4 Uhr bis nachts um 2 Uhr fahren.

Das neue Linienkonzept soll innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden und voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 vollständig zur Verfügung stehen. Etwa zwei Millionen Euro hofft Heag Mobilo jährlich mehr einzunehmen. Diesen stehen bis 2024 Mehrkosten von 15,4 Millionen Euro gegenüber, die von Stadt und Landkreis getragen werden, wobei die Stadt mit 78,8 Prozent die Hauptlast schultert.

Der Darmstädter Magistrat hat dem Konzept zugestimmt. Am Donnerstag ist es Thema im Finanzausschuss, bevor es ins Stadtparlament geht. Auch der Kreistag muss noch über die Finanzierung entscheiden.

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