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Darmstadt stellt sich gegen „Querdenken“ quer

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Von: Jens Joachim

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An einer Gegendemonstration, die von der Industriefgewerkschaft Metall angemeldet worden war, wurde von mehreren antifaschistischen Initiativen, Parteien und Jugendorganisationen unterstützt.
An einer Gegendemonstration, die von der Industriefgewerkschaft Metall angemeldet worden war, wurde von mehreren antifaschistischen Initiativen, Parteien und Jugendorganisationen unterstützt. © Jens Joachim

600 Menschen demonstrieren in Darmstadt zum einen gegen die Impfpolitik sowie zum anderen gegen Hetze und rechte Parolen. Ein prügelnder Maskenverweigerer wird auf dem Luisenplatz festgenommen.

An einer impfkritischen Demonstration vom Darmstädter Messplatz durch das Martinsviertel, zu der mehrere Initiativen aus der „Querdenken“-Szene aufgerufen hatten, haben am Samstagmittag nach Angaben einer Polizeisprecherin 350 Menschen teilgenommen. An einer von der Industriegewerkschaft Metall angemeldeten Gegendemonstration, die von mehreren antifaschistischen Initiativen, Parteien und Jugendorganisationen - darunter das „Bündnis gegen Rechts“, „Lilienfans gegen Rechts“ und „Fridays for Future“ - unterstützt wurde, hätten sich rund 250 Menschen beteiligt.

Die Versammlungen seien „weitgehend friedlich und anmeldekonform verlaufen“, teilte eine Polizeisprecherin mit. An den Demonstrationen Versammlungen und Kundgebungen hätten etwa 300 Personen weniger teilgenommen als zunächst angemeldet gewesen seien.

„Querdenken“-Demonstration und Gegenprotest in Darmstadt

Artikel über angebliche Schäden, die durch Impfungen verursacht worden seien, hatten Aktivist:innen der „Querdenken“-Szene auf dem Darmstädter Luisenplatz zu einer „Galerie des Grauen“ installiert.
Artikel über angebliche Schäden, die durch Impfungen verursacht worden seien, hatten Aktivist:innen der „Querdenken“-Szene auf dem Darmstädter Luisenplatz zu einer „Galerie des Grauen“ installiert. © Jens Joachim

Auf dem Darmstädter Luisenplatz, wo „Querdenken“-Aktivist:innen eine „Galerie des Grauens“ mit Berichten von angeblichen „Impfschäden“ installiert hatte, wurde laut der Mitteilung nach Angaben der Polizei ein 65-Jähriger vorläufig festgenommen. Der Mann soll sich zum einen geweigert haben, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zum anderen habe er auch noch einen Polizisten geschlagen.

Aus dem Kreis der Impf-Kritiker:innen sei am Messplatz zudem bei einem 55-Jährigen Protektoren-Handschuhe und ein selbstgebauter Ellenbogenschutz sichergestellt worden. Der Mann habe eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erhalten.

Lesen Sie weiter: Antifaschistische Parolen gegen „Querdenker“ und „Spaziergänger“: An einer Mahnwache gegen die unangemeldeten „Spaziergänge“ von Impfgegner:innen und Rechtsextremisten hatten bereits am Montagabend, 10. Januar 2022, auf dem Luisenplatz in Darmstadt nach Angaben der Polizei rund 100 Menschen teilgenommen. Die Veranstalter sprachen von 200 Teilnehmer:innen.

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