Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach den ersten Trendergebnissen bleiben die Grünen in Darmstadt klar stärkste Partei.
+
Nach den ersten Trendergebnissen bleiben die Grünen in Darmstadt klar stärkste Partei.

Darmstadt

Darmstadt: Stadtparlament wird politisch vielfältiger und bunter - Grüne klar vorn

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Die Grünen bleiben in Darmstadt stärkste politische Kraft. CDU und SPD liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei. Die pro-europäische Partei Volt sorgt für eine Überraschung. Nach dem Trendergebnis hätte die bisherige Koalition aus Grünen und CDU keine Mehrheit.

In der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung werden in der nächsten Wahlzeit voraussichtlich mehr Parteien und Wählergemeinschaften vertreten sein als bislang. Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren hatten neun Listen mindestens einen Stadtverordneten oder eine Stadtverordnete in das Stadtparlament entsandt. In der nächsten Wahlzeit könnten es zwölf sein.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), der auch Wahlleiter der Stadt Darmstadt ist, sagte am Sonntagabend, nachdem die ersten Trendergebnisse vorlagen, das Stadtparlament werde politisch gesehen „noch vielfältiger als bisher“. Partsch konnte sich auch über das vorläufige Ergebnis seiner Partei freuen, die vermutlich ihre Position als stärkste politische Kraft in Darmstadt behaupten wird. Laut dem Trendergebnis vom späten Sonntagabend kreuzten 28,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler ausschließlich die Liste der Grünen an.

Kommunalwahl in Darmstadt: Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Erfreulich, so Partsch, sei auch, dass die Wahlbeteiligung – trotz der besonderen Herausforderungen durch Corona – wohl auf deutlich über 50 Prozent steigen wird. 2016 hatten sich 47,8 Prozent der rund 115 000 Wahlberechtigten an der Kommunalwahl beteiligt. Etwa 35 Prozent der Wählerinnen und Wähler nutzten diesmal die Möglichkeit, per Briefwahl zu wählen. Weitere 23 Prozent machten sich am Sonntag in die Wahllokale auf, um dort direkt ihre Stimmen abzugeben.

Am Sonntagabend wurden zunächst nur die Wahlzettel ausgezählt, bei denen nur eine Liste angekreuzt wurde. Das vorläufige Endergebnis soll frühestens am Montagabend, vielleicht auch erst am Dienstag vorliegen.

CDU und SPD in Darmstadt fast gleichauf im Rennen um Platz zwei

Zwischen CDU und SPD zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz ab. Laut dem Trendergebnis vom späten Sonntagabend kam die SPD auf 16,4 Prozent und die CDU auf rund 16,0 Prozent der Stimmen. Berücksichtigt wurden auch hier nur die Listenstimmen.

Die Linken kommen laut dem Trendergebnis auf 6,9 Prozent. Für eine Überraschung sorgte die pro-europäische Partei Volt, für die 6,5 Prozent der Listenstimmen abgegeben wurden. Die Partei sei offenbar als „frisches Angebot wahrgenommen“ worden, sagte Partsch. Der OB sagte, die „interessante Wahlkampagne“ mit „stylisch gestalteten Plakaten“ habe offenbar auch Jungwählerinnen und -wähler sowie Akademiker:innen angesprochen. Die Partei werde als „frisches Angebot wahrgenommen“, äußerte Partsch.

Trendergebnis in Darmstadt: Koalition aus Grüne und CDU ohne Mehrheit

Laut dem Trendergebnis kamen die FDP und die AfD auf jeweils rund 5,8 Prozent, Uffbasse auf 5,7 Prozent, die Wählergruppierung Uwiga auf 2,9 Prozent und die Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) kam auf 1,7 Prozent.

Ausschließlich die Liste der Freien Wähler, hinter denen das Bündnis der Bürgerinitiativen in Darmstadt steht, kreuzten 1,8 Prozent an, 2,1 Prozent der Wähler:innen machten ihr Kreuz nur bei der Satirepartei „Die Partei“ und ausschließlich für die Liste „Teilhabe in Darmstadt“ stimmten 0,2 Prozent.

Die Sitzverteilung im Stadtparlament in Darmstadt laut dem Trendergebnis

Würde sich das Trendergebnis bestätigen, hätte die Koalition aus Grünen und CDU keine Mehrheit. In der 71 Sitze umfassenden Stadtverordnetenversammlung kämen die Grünen auf 20 Sitze, die SPD auf 12 und die CDU auf 11.

Jeweils fünf Sitze würden die Linken und Volt erhalten, jeweils vier FDP, AfD und Uffbasse. Mit jeweils zwei Sitzen wären „Die Partei“ und Uwiga im neuen Stadtparlament vertreten. Und die WGD und die Freien Wähler hätten jeweils eine Stimme.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare