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Das Sport- und Spielfest in Darmstadt soll Inklusion erlebbar machen. Jetzt wird es um eine digitale Version erweitert.
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Das Sport- und Spielfest in Darmstadt soll Inklusion erlebbar machen. Jetzt wird es um eine digitale Version erweitert.

Darmstadt

Darmstadt: Sport soll inklusiv werden

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg sind samt ihrer Sportvereine Modellregion für Inklusion. Künftig soll es über das Projekt Viias mehr Angebote für Menschen mit Behinderung geben.

Dass Menschen mit Behinderung die volle Teilhabe an der Gesellschaft haben sollen, ist in Artikel 3 der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben. Dies gilt auch für Sportveranstaltungen. Doch in der Realität muss man lange nach inklusiven Angeboten suchen.

Um die UN-Konvention umzusetzen und inklusive Sportangebote in die Breite zu tragen, haben die Stadt Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der für beide Gebietskörperschaften zuständige Sportkreis Darmstadt-Dieburg das Bündnis Viias (vielfältige, innovative, inklusive Angebote im Sport) gegründet. Laut der Sozialdezernentin des Landkreises, Rosemarie Lück (SPD), ein „einmaliges Bündnis“.

Gleichzeitig wurden damit Darmstadt und die 23 Kommunen des Landkreises zur Modellregion mit 450 000 Einwohner:innen, 426 Sportvereinen und 160 000 Vereinsmitgliedern wie Ralf-Rainer Klatt, Sportberater der Stadt Darmstadt und Vizepräsident im Landessportbund Hessen, am Montagabend bei einer Podiumsdiskussion zum ersten Jahr Viias sagte.

Derzeit werden verschiedene Teilprojekte angegangen. Eines ist eine Onlinebefragung der Vereine zu ihren inklusiven Angeboten. Diese sollen in einem Kataster zusammengefasst werden, so dass Betroffene nicht nur sehen können, wo es welche Angebote gibt, sondern auch, wie sie dort hinkommen und ob die Örtlichkeiten barrierefrei sind. In Darmstadt habe man mit diesem Sportstättenkataster schon begonnen, sagt der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Zeljko Crncic. Weitere Projekte sind ein inklusives Videoformat, bei dem in Gebärdensprache, einfacher Sprache und Bildern zum Beispiel Informationen zu Sportarten vermittelt werden. Umgesetzt wurde dies in einem inklusiven Adventskalender. Ein aktuelles Projekt beginnt am 27. Juni. Dann wird erstmals ein digitales Sport- und Spielfest veranstaltet. Es soll das dezentral stattfindende Darmstädter Sport- und Spielfest ergänzen, das im August stattfindet.

Beim gemeinsamen Sport könnten Vorurteile abgebaut und echte Inklusion gelebt werden, sagt Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Leider hätten Förderschüler weniger Sport im Verein. Das Problem sei oft nicht nur die mangelnde Barrierefreiheit, sondern auch die Frage, ob Trainer:innen die Kompetenz hätten, mit Behinderten umgehen könnten.

Dass die Umsetzung der Inklusion für die Vereine mit ihren ehrenamtlichen Kräften eine „Riesenaufgabe“ sei, bestätigt der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Darmstadt-Dieburg, Harry Distelmann. Doch man wolle sich dem Thema nicht verschließen. Es sei aber wichtig, dass die Vereine auch nach Ende der Förderung durch das Land weiter Unterstützung bekämen.

Infos zum Spielfest und anderen Projekten von Viias unter: https://viias.de

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