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Darmstadt: Schwimmen in Bädern wird von Januar an teurer

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Von: Jens Joachim

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Entsprechend einer Empfehlung der Betreibergesellschaft werden im Jugendstilbad die Eintrittspreise um rund 15 Prozent erhöht.
Entsprechend einer Empfehlung der Betreibergesellschaft werden im Jugendstilbad die Eintrittspreise um rund 15 Prozent erhöht. © Renate Hoyer

Die Eintrittspreise in den Darmstädter Schwimmbädern decken künftig etwa ein Viertel der Kosten. Die Stadt dreht an der Preisschraube. Ein Bonuskartensystem löst das Saisonticket ab.

Von Beginn des nächsten Jahres an werden die Eintrittspreise in den Darmstädter Schwimmbädern erhöht. Von der Preiserhöhung ist auch das Jugendstilbad am Mercksplatz betroffen, das von der Firma Aquapark aus dem westfälischen Münster betrieben wird. Die Koalitionsfraktionen von Grünen, CDU und Volt sowie die Fraktion Uffbasse stimmten während der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung für eine entsprechende Magistratsvorlage, die sich an einer Empfehlung der Betreibergesellschaft orientierte.

Die Eintrittspreise im Jugendstilbad waren zuletzt zum 1. Januar 2020 um durchschnittlich fünf Prozent erhöht worden. Auf eine turnusmäßige Preiserhöhung nach zwei bis zweieinhalb Jahre wurde dann wegen der Corona-Pandemie verzichtet. Die Betreibergesellschaft empfahl nun, die Preise um durchschnittlich 15 Prozent zu erhöhen, um die laufenden Kosten zu decken. Am bestehenden Tarifsystem – es können Tickets für zwei Stunden, vier Stunden oder eine Tageskarte erworben werden – sowie den Vergünstigungen für Kinder und Familien ändert sich nichts. Auch der Zuschlag für den Eintritt an Wochenenden und an Feiertagen bleibt unverändert.

Darmstadt: Eintrittspreise für Schwimmbäder werden erhöht

Begründet wird die „notwendige Preisanpassung“ mit den deutlich gestiegenen Lieferanten-, Energie- und Personalkosten. Nach drei Jahren ohne eine Tarifanpassung und in Hinblick auf zu erwartende künftige Kostensteigerungen bleibe das Jugendstilbad trotz der Preisanpassung „nach wie vor im mittleren, günstigen Preissegment“, teilte Bürgermeisterin und Sportdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne), mit.

Eine Zweistundenkarte – ohne Nutzung des Spa- und Saunabereichs – kostet künftig 7,60 Euro anstatt, wie derzeit noch, 6,60 Euro. Kinder zahlen dann 5,30 Euro statt 4,30 Euro. Für ein Tagesticket zahlen Erwachsene vom 1. Januar an 13,20 Euro (aktuell: 11,50 Euro) und Kinder 10,10 Euro anstatt 8,80 Euro. Die Betreibergesellschaft rechnet dadurch 2023 mit Mehreinnahmen in Höhe von rund 300 000 Euro.

Darmstadt: Stadt schafft Saisonkarten ab und führt Bonuskartensystem ein

Die Eintrittspreise für das Nordbad, das Bezirksbad Bessungen, das Mühltalbad in Eberstadt, den Woog und das DSW-Freibad waren zuletzt 2017 erhöht worden. Der Eintritt für Erwachsene in die Hallenbäder verteuert sich von 4,10 auf 5 Euro und in Freibädern von 3,50 auf 4,20 Euro. Das ermäßigte Ticket für Hallenbäder wird sich um 50 Cent auf 2,80 Euro und für die Freibäder um 40 Cent auf 2,10 Euro verteuern. Die Stadt schafft zudem die Saisonkarten ab und führt ein Bonuskartensystem für alle Bäder – außer für den Woog – ein.

Der Zuschussbedarf für die Hallenbäder wird 2023 rund 3,5 Millionen Euro betragen, für die Freibäder rund 1,8 Millionen Euro. Nur etwa ein Viertel der Kosten wird durch die Eintrittseinnahmen gedeckt.

Das Außenbecken des Jugendstilbads am Mercksplatz, in dem es auch einen Spa- und Saunabereich gibt.
Das Außenbecken des Jugendstilbads am Mercksplatz, in dem es auch einen Spa- und Saunabereich gibt. © Renate Hoyer

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