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Das Projekt beschäftigt sich auch mit dem Umgang von digitalen Tafeln während des Unterrichts.
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Das Projekt beschäftigt sich auch mit dem Umgang von digitalen Tafeln während des Unterrichts.

Digitalisierung

Zeitgemäße Bildung: Schulen in Darmstadt sollen digitaler, souveräner und agiler werden

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Darmstadt und der Digitalstadt Darmstadt widmet sich dem Thema „Bildung in einer digitalen Welt“. Ein Zwischenbericht des Projekts zur angestrebten stärkeren Digitalisierung der Schulen mit einigen Praxisbeispielen liegt nun vor.

Mit der Frage, wie im Zeitalter von Laptops, Tablet-PCs, interaktiven Smartboards und online verfügbaren Lernangeboten ein zeitgemäßer Unterricht gestaltet werden kann, beschäftigt sich das Medienzentrum der Stadt Darmstadt nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr. In den vergangenen Jahren musste Volker Seipp, der pädagogische Leiter des Medienzentrums, der auch noch halbtags an einem Gymnasium als Lehrer tätig ist, allerdings mit nur drei IT-Kräften den Mangel verwalten. Erst im Februar hatten die Stadtverordneten auf Antrag der SPD in einer aktuellen Stunde hitzig die digitale Ausstattung der Darmstädter Schulen debattiert.

Stadt Darmstadt investiert Millionenbetrag in die Digitalisierung der Schulen

Bürgermeister Rafael Reißer (CDU), der auch Darmstädter Schuldezernent ist, verweist darauf, dass im Zuge des von der Stadt erarbeiteten Medienentwickungsplans in den nächsten drei Jahren 30 Millionen Euro in die Ausstattung der Schulen investiert werden sollen. Die Digitalisierung der Bildung hält Reißer zudem für „eine elementare Zukunftsfrage“, die weit über das Distanzlernen in der momentanen Lage hinausreiche.

Auf Initiative von Medienzentrumsleiter Seipp widmet sich bereits seit November 2019 ein gemeinsames Modellprojekt der Digitalstadt Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt (TU) dem Thema „Bildung in der digitalen Welt“, an dem drei Darmstädter Schulen teilnehmen.

Das Projekt

An dem Modellschulprojekt Digitalstadt Darmstadt GmbH und der Technischen Universität Darmstadt beteiligen sich die Herderschule – eine Sprachheilschule –, die Bernhard-Adelung-Schule – eine Integrierte Gesamtschule – und die Heinrich-Emanuel-Merck-Berufschule.

Ziel des Projekts „Bildung in der digitalen Welt“, das im November 2019 begonnen wurde und noch bis zum Jahresende läuft, ist es, „einen Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Schulpraxis zu leisten und Erkenntnisse über Entwicklungspotenziale zur Bildung in einer digital geprägten Welt zu gewinnen“. jjo

Forschung an drei Schulen in Darmstadt über „Bildung in der digitalen Welt“

Ein Forscherteam um Professorin Petra Grell und Professor Franco Rau, der inzwischen an der Universität Vechta tätig ist, hat nun am Freitag einen Zwischenbericht des Projekts veröffentlicht. Nach den Worten Grells geht es vor allem darum, „Schulen aktiv im digitalen Wandel zu unterstützen“.

Intention des Projekts sei es nicht, möglichst viele digitale Werkzeuge zu installieren. Das Ziel sei, alle Akteure in der Schule – also sowohl die Schulleitung wie auch Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler – „zu befähigen, digital souverän zu agieren“ und Entwicklungsprozesse mitzugestalten.

Vom Modellprojekt sollen auch andere Schulen in Darmstadt profitieren

Die Digitalisierungsprojekte an den beteiligten Schulen und die daraus abzuleitenden Handlungsempfehlungen sollen dann auch ein Beispiel für andere Schulen in der Stadt sein.

Der 50-seitige Zwischenbericht beschreibt zum einen die jeweiligen Ausgangssituationen der drei Modellprojektschulen, die über unterschiedliche technische und bauliche Voraussetzungen verfügen. Zudem werden in dem Bericht neun exemplarische Projekte wie etwa das Lernen mit digitalen Plattformen und Tablets oder der Unterricht mit digitalen Tafeln vorgestellt.

Digitalisierung der Schulen in Darmstadt: Nachholbedarf bei Infrastruktur

Mit Blick auf die besondere Situation in den vergangenen Monaten schreiben die Autorinnen und Autoren, „wie unter einem Brennglas“ seien auch „zentrale Hürden und Schwierigkeiten“ sichtbar geworden. So habe sich sehr deutlich gezeigt, dass eine funktionierende digitale Infrastruktur „eine notwendige Voraussetzung darstellt, um ein Lernen mit digitalen Medien auf Distanz und in Präsenz zu ermöglichen“. So hapert es in Darmstadt nach wie vor an personellen Kapazitäten beim IT-Support.

Der Zwischenbericht „Bildung in einer digitalen Welt: Darmstädter Modellschulen“ kann über die Webseiten der TU Darmstadt und der Digitalstadt Darmstadt heruntergeladen werden.

Zum Weiterlesen: SPD macht Druck bei der Digitalisierung der Schulen in Darmstadt: Erst bis 2024 sollen alle Darmstädter Schulen mit WLAN ausgestattet werden.
Entkräftete Lehrkräfte an Grundschulen in Darmstadt rufen um Hilfe: In Darmstadt fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft personelle Verstärkungen für die Grundschulen. Kritisiert wird auch die mangelhafte digitale Ausstattung und das fehlende Personal beim IT-Support.

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