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Die Digitalisierung verschlafen? An vielen Darmstädter Schulen gibt es nicht einmal WLAN.

Darmstadt

„Schulen sind in desaströsem Zustand“

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die Darmstädter SPD kritisiert den Status Quo an den Schulen und lobt den Medienentwicklungsplan der Koalition.

Grundsätzlich positiv sieht die Darmstädter SPD den Medienentwicklungsplan der Stadt, der aktuell im Schulausschuss diskutiert wird.

Das Papier zeige aber auch „sehr deutlich, in welch desaströsem Zustand unsere Schulen sind“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. „Wir bilden unsere Arbeitnehmer*innen von morgen seit Jahren mit Methoden und Technik von gestern aus“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Tobias Reis und kritisiert, dass noch nicht einmal ein Drittel der Schulen in der „Digitalstadt“ mit WLAN ausgestattet seien. Der nun vorgelegte Medienentwicklungsplan führe vor Augen, „dass die Stadt die Digitalisierung unserer Schulen seit Jahren verschlafen hat“. Erst die Pandemie habe den Tiefschlaf der Koalition aus CDU und Grünen beendet.

Die SPD-Fraktion setze sich dafür ein, dass jede Schülerin und jeder Schüler bei Bedarf ein Tablet zum Lernen erhält, heißt es weiter. Außerdem fordert die Partei für jede Schule externe IT-Berater, die das Schulportal und die Hardware betreuen. Laut Medienentwicklungsplan liegt der Support aktuell zur Hälfte in den Händen der Lehrkräfte.

Für Reis ein „Unding“. „Damit macht man das Gelingen digitalen Unterrichts vom Zufall abhängig“. Dass es künftig einen zentralen IT-Support für die Schulen geben soll sieht Reis als „Schritt in die richtige Richtung“.

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