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Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf (li.) hat den Umstrukturierungsprozess „Pastoraler Weg“ initiiert. Dekanatsreferent Bernd Lülsdorf (re.) unterstützt ihn dabei in Darmstadt. 2018 trugen sie gemeinsam das Kreuz aus der Kuppelkirche St. Ludwig.
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Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf (li.) hat den Umstrukturierungsprozess „Pastoraler Weg“ initiiert. Dekanatsreferent Bernd Lülsdorf (re.) unterstützt ihn dabei in Darmstadt. 2018 trugen sie gemeinsam das Kreuz aus der Kuppelkirche St. Ludwig.

Darmstadt

Darmstadt: Ringen um neue Strukturen in den Kirchen

In und um Darmstadt fusionieren die beiden evangelischen Dekanate in Stadt und Land. Die katholischen Dekanate im Bistum Mainz sollen sogar komplett aufgelöst werden.

Auch die evangelischen und katholischen Christen in Darmstadt stehen vor weitreichenden Veränderungen: Angesichts der schwindenden Zahl an Gläubigen und geringeren Kirchensteuereinnahmen werden die operativen Strukturen in den nächsten Jahren neu geordnet.

Evangelischen Dekanate in und um Darmstadt fusionieren

Die evangelischen Dekanate Darmstadt-Stadt und -Land werden bereits zum 1. Januar 2022 fusionieren. Im Februar hatten die Synoden der beide Dekanate beschlossen, ein Gebäude im Darmstädter Kapellplatzviertel in den nächsten Monaten zu sanieren und zum künftigen Verwaltungssitz des größeren Dekanats umzubauen. Die Fusion wird von einer Steuerungsgruppe aus Mitgliedern beider Dekanate und Arbeitsgruppen vorbereitet. Bereits vor fünf Jahren waren während einer „Zukunftswerkstatt“ Impulse für die geplante Fusion erarbeitet worden.

Nach Angaben von Stadtdekanin Ulrike Schmidt-Hesse wird das fusionierte Dekanat Darmstadt Stadt und Land mit rund 86 000 Mitgliedern nach dem Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach das zweitgrößte Dekanat der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sein. Wie das fusionierte Dekanat heißen wird, soll am 25. Juni auf einer gemeinsamen Sitzung der beiden Dekanatssynoden entschieden werden.

Darmstadt: Katholische Gemeinden ringen um neue Struktur

Auch die katholischen Pfarrgemeinden in und um Darmstadt ringen um neue Verwaltungsstrukturen. Im Zuge des vom Mainzer Bischof Peter Kohlgraf initiierten „Pastoralen Wegs“, wie der Umstrukturierungsprozess genannt wird, soll es die Dekanate in ihrem jetzigen Zuschnitt nicht mehr geben. Das Bistum Mainz geht gleichwohl davon aus, „dass es weiterhin eine Ebene zwischen den neuen Pfarreien und dem Bistum geben wird“.

Im katholischen Dekanat Darmstadt gibt es nach Auskunft von Dekanatsreferent Bernd Lülsdorf bereits seit mehreren Monaten einen intensiven Austausch in den kirchlichen Gremien. Diskutiert wird in mehreren Themengruppen auch über eine Reduzierung der derzeit 18 Gemeinden auf drei oder sogar nur noch zwei Pfarreien. Sechs unterschiedliche Modelle stehen zur Auswahl.

Bistum Mainz fordert Konzepte bis Ende November

Das Bistum Mainz hat die Dekanate aufgefordert, bis Ende November ihre Konzepte zu formulieren. Dazu gehören inhaltliche pastorale Ziele und Schwerpunkte, aber auch strukturelle Entscheidungen, wie etwa der Zuschnitt der neuen Pfarreien oder Vorschläge für mögliche Leitungsmodelle.

Nach Einschätzung von Dekanatsreferent Lülsdorf wird es „sicher unmöglich sein, zu einer Entscheidung zu kommen, die alle gleichermaßen zufriedenstellt“. Zu unterschiedlich seien die Ausgangslagen und die Interessen der einzelnen Gemeinden in und um Darmstadt herum. Von daher werde es „spannend sein“, wie es allen Pfarreien und Einrichtungen gelinge, „ihre Diskussionen so zu gestalten, dass man sich nicht zu sehr auf eine Lösung versteift“. „Schließlich wollen wir nicht Gewinner und Verlierer des ,Pastoralen Wegs‘ produzieren, sondern das Miteinander der Zukunft gestalten“, so Lülsdorf.

Am 15. Juni wird es ein Statusgespräch mit Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt und Ursula Stroth, der Referentin in der Koordinationsstelle für den „Pastoralen Weg“ beim Bischöflichen Ordinariat Mainz, geben. Für Samstag, 26. Juni, ist dann geplant, auf einem Dekanatstag über die künftigen Strukturen und die bis dahin vorliegenden Ergebnisse zu einem Konzeptentwurf zu entscheiden.

Die Mitgliederzahl sinkt, die Kirchen müssen sparen. Auch in Frankfurt gibt es immer mehr Kirchenaustritte. Zugleich kämpft dort eine Initiative gegen den Abriss eines Kirchenbaus.

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