Altes und Neues gab es bei der Aktion "Darmstadt mobil".

Elektromobilität

Probefahrt mit dem E-Bus

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Beim 5. Tag der Elektromobilität präsentieren Privatpersonen, Initiativen und Unternehmen bewährte und innovative Lösungen für die Fortbewegung.

Vergangenheit und Zukunft der motorisierten Fortbewegung liegen nah beieinander, zumindest am Sonntag beim fünften Tag der Elektromobilität auf dem Marktplatz: Dort liebevoll gepflegte Oldtimer mit - natürlich - Verbrennungsmotor, einige Schritte weiter ein Bus mit Elektroantrieb oder ein Leihwagen mit Brennstoffzelle. Im Rahmen der zweitägigen Aktion „Darmstadt mobil“ präsentierten Privatpersonen, Initiativen und Unternehmen bewährte und innovative Lösungen für die Fortbewegung. 

Besonders groß ist das Interesse am neuen Elektrobus der Verkehrsbetriebe Heag mobilo. Die Besucher können den zwölf Meter langen Bus besichtigen oder mit dem Gelenkbus eine kostenfreie Probefahrt machen. „Einen Unterschied merkt man nicht während der Fahrt“, sagt eine Besucherin. Geduldig beantworten die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe die Fragen der Besucher. „Wie weit kommt der Bus, wie lange wird geladen und was kostet er? Das sind die drei häufigsten Fragen“, sagt Werner Laber, Leiter des Bereichs Technik bei Heag mobilo. 

Im Idealfall käme der kleinere Bus 280 Kilometer weit, 220 Kilometer werden vom Hersteller aber garantiert. „Die meisten Busumlaufstrecken in der Stadt haben so um die 160 bis 220 Kilometer, das reicht also für den Tagesbetrieb“, sagt er. Tests im laufenden Betrieb werden zeigen, wie weit die Elektrobusse unter realen Bedingungen wirklich kommen. „Aufgeladen werden die Busse in vier bis sechs Stunden über Nacht im Depot“, sagt Laber. Allerdings sei ein Elektrobus fast doppelt so teuer wie ein Bus mit Verbrennungsmotor, Kosten in Höhe von 500 000 Euro sind auf einer Infotafel zu lesen. „Das ist ganz schön teuer“, sagt Besucher Maik Streicher, „aber schick sehen sie schon aus. Und besser für die Umwelt sind sie bestimmt auch.“ „Hoffentlich werden die neuen Busse nicht gleich beschmiert“, sagt eine Besucherin mit Blick auf die Innenausstattung. Die zahlreichen USB-Anschlüsse im Inneren jedenfalls gefallen am Sonntag. 

E-Autos von Privatleuten sind dicht umringt

Dicht umringt sind auch die E-Autos, die Privatleute ausgestellt haben, besonders das Tesla Model X von Nora Kraus. Mit seinen Flügeltüren und der grün-blau schimmernden Lackierung ist es ein echter Hingucker. „Ich bin damit schon nach Barcelona gefahren“, sagt sie. Immer wieder wird sie gefragt, ob das „Tanken“ nicht problematisch sei. „Überhaupt nicht, allerdings hat Tesla auch ein vorbildliches Netz von Lademöglichkeiten“, sagt sie. Ganz bewusst habe sie sich für den E-Wagen mit 422 PS entschieden. „Ich wollte Elektroantrieb, einen großen Kofferraum, fünf Sitze und viel Platz - so viel Auswahl blieb dann nicht mehr übrig“, sagt sie und lacht. Die Kehrseite: Seinen Preis hat der Wagen schon, knapp 90 000 Euro kostet er. „Ganz schön viel - bis so ein Wagen für uns erschwinglich wird, dauert es wohl noch einige Zeit“, sagt ein Pärchen. Teuer sind auch die Oldtimer, die der Chauffeurverein ausgestellt hat. Sie weisen wieder zurück in eine Zeit, in der Verbrennungsmotoren nicht in der Kritik standen. Und so mancher gut gepflegte Wagen, etwa das knallrote DKW-Cabrio von 1964 oder der grüne Mercedes-Benz Tourenwagen von 1938, sorgt für glänzende Augen bei Besuchern.

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