Darmstadt

Paten für Grünflächen gesucht

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die grün-schwarze Koalition will „Blühflächenpatenschaften“ in der Stadt Darmstadt vergeben. Die Patenschaften sollen die biologische Vielfalt fördern und ein angenehmes Umfeld für Insekten schaffen.

Die Darmstädter grün-schwarze Koalition will „Blühflächenpatenschaften“ in der Stadt vergeben – das teilen die Fraktionen von Grünen und CDU mit.

Ab Herbst sollen Bürgerinnen und Bürger Patenschaften für kleine Flächen im öffentlichen Raum übernehmen können, die sie selbst vorschlagen. Die Bepflanzung mit einheimischen, insektenfreundlichen Stauden wird von der Stadt mit einem Betrag zwischen 10 und 30 Euro bezuschusst; passende Pflanzpakete soll es in ausgewählten Gärtnereien geben.

Um die Pflege „ihrer“ Grünfläche kümmern sich dann die jeweiligen Patinnen und Paten.

„Die Menschen übernehmen Verantwortung für ihr Umfeld und entdecken dabei möglicherweise ganz neue Seiten innerhalb ihres Quartiers. Es entstehen Identifikationspunkte und nachbarschaftlicher Austausch“, schreiben die Fraktionen.

Wer nicht selbst pflanzen möchte, könne sich auch durch den Kauf von Wassersäcken an der Pflege beteiligen. Wegen der Trockenheit habe das Grünflächenamt nicht die Kapazitäten, alle Bäume in der Stadt regelmäßig zu gießen. Deshalb will die Koalition zusammen mit dem Kooperationspartner Uffbasse 2000 Baumbewässerungssäcke anschaffen lassen und „zu einem stark vergünstigten Preis“ weiterzugeben. „Wir müssen alles tun, um die Bäume durch die Trockenphase zu bringen. Das schaffen wir nur gemeinsam“, so die Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen.

Die Patenschaften sollen die biologische Vielfalt fördern und ein angenehmes Umfeld für Insekten schaffen. Überhaupt hätten Projekte wie Urban Gardening oder Essbares Darmstadt gezeigt, wie viel Spaß die Darmstädter an solchen Aktionen haben. „Wir sind sicher: die jetzt vom Magistrat auf den Weg gebrachten Blühflächenpatenschaften werden auf große Resonanz stoßen“. Der Magistrat hat bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst, die Zustimmung des Stadtparlaments ist in dem Fall nicht nötig.

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