Veränderung

Der Wochenmarkt soll attraktiver werden

  • schließen

Der Darmstädter Märktedezernent André Schellenberg spricht sich für eine Konzenration auf drei Markttage aus.

Obst, gepresster Apfelsaft und Rosen aus der Wetterau, Brot und Fleisch aus dem Vogelsberg sowie Salat und Gemüse aus Südhessen: Samstags herrscht an den Ständen auf dem Darmstädter Wochenmarkt auf dem Marktplatz ein reges Treiben. Doch an manchen Wochentagen bauen nur einzelne Händler ihre Stände auf dem Platz zwischen dem Residenzschloss und dem historischen Rathaus auf.

Auf Antrag der SPD hat die Stadtverordnetenversammlung am späten Donnerstagabend über den Zustand des Darmstädter Wochenmarktes debattiert. Zwar wurde ein entsprechender Antrag abgelehnt, ein Gesamtkonzept für den Markt zu entwickeln, das sich an anderen Märkten in der Rhein-Main-Region orientieren sollte. Aber der zuständige Dezernent, Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU), machte während der Debatte deutlich, dass sich am derzeitigen Zustand einiges ändern müsse und werde, dass man aber grundsätzlich an der Idee festhalten wolle, auf dem Markt in der Innenstadt und den Bauernmärkten in den Stadtteilen Produkte von Marktbeschickern aus der Region anzubieten. Es wäre „ein Leichtes, mit Marktschreiern, Wurst- und Pommesbuden den Marktplatz zu füllen“. Dies sei aber „nicht gewollt“, sagte Schellenberg.

Der SPD-Stadtverordnete Tobias Reiss begründete den SPD-Antrag damit, dass Wochenmärkte „Juwelen für jeden Ort“ seien. Mit Blick auf den Darmstädter Markt äußerte er, dieser sei „ein Rohdiamant, den wir noch schleifen müssen, damit er mehr Facetten bekommt und attraktiver wird“. Es wäre „eine Schande, ihn weiter so dahindümpeln zu lassen“, sagte Reiss. Die SPD habe vor einigen Monaten auf ihrer Internetseite eine Online-Umfrage initiiert, an der sich 300 Menschen beteiligt hätten. Ziel müsse es sein, „die dringend nötige Weiterentwicklung des Marktes voranzutreiben“, äußerte der SPD-Stadtverordnete.

Der Sozialdemokrat forderte daher, die Marktsatzung zu überarbeiten, Stromanschlüsse und Logistik zu erweitern sowie ein Konzept zu erstellen, das sich an den Märkten etwa in Offenbach, Mainz oder Wiesbaden orientiere. Attraktive Wochenmärkte seien „weit mehr als Einkaufsgelegenheiten für regionale Produkte“. Beim Markt vor dem alten Rathaus gebe es noch einen gewissen „Nachholbedarf“, sagte Reiß.

Märktedezernent Schellenberg kündigte an, dass sowohl die Toiletten wie auch die Strom- und Wasserversorgung unter dem Marktplatz saniert werden sollen. Schon vor etwa zehn Jahren sei die Ertüchtigung der technischen Ausstattung sowie eine räumliche und zeitliche Konzentration des Marktgeschehens in der Stadt vorgeschlagen worden. Zwar wolle er am dezentralen Konzept der Bauernmärkte nicht rütteln, aber er plädiere doch nachdrücklich dafür, den Markt in der Innenstadt auf die Tage Mittwoch, Freitag und Samstag zu konzentrieren.

Der Darmstädter Wochenmarktauf dem Marktplatz ist mittwochs und samstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. An den restlichen Wochentagen werden einzelne Marktstände aufgebaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare