Darmstadt

Weniger Abfall in Darmstadt

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Der Mehrwegbecher Faircup soll ab Frühjahr erhältlich sein. Mit Hilfe des neuen Systems sollen zwölf Tonnen Müll pro Jahr eingespart werden.

Mehr als eine Million Einwegbecher und damit zwölf Tonnen Abfall wollen das kommunale Unternehmen Heag und die Stadt Darmstadt künftig pro Jahr einsparen. Ermöglichen soll das der Faircup, ein recycelbarer Mehrwegbecher der Göttinger Faircup UG. Der Faircup soll ab Frühjahr 2020 in Darmstadt erhältlich sein, kündigt die Stadtverwaltung an.

„Wir können unseren Bürgerinnen und Bürgern damit eine unkomplizierte Alternative zu Einwegbechern anbieten“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Ziel sei es, deren Verbrauch langfristig um 20 Prozent pro Jahr zu senken. Der Faircup könnte in der Kaffeebar, beim Bäcker, in der Eisdiele oder in Schnellrestaurants verwendet werden. Details über den Faircup und dessen Einführung erfahren interessierte Gastronominnen und Gastronomen am 17. Januar. Ab 12 Uhr lädt die Heag zu einer Informationsveranstaltungen ins Darmstadtium, Schlossgraben 1, ein.

Der aus recycelbarem Polypropylen bestehende Mehrwegbecher Faircup verzichtet auf Zusatzstoffe wie Melamin und Bisphenol A (BPA) und ist mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert. Kaufen Kunden ein Getränk im Faircup zahlen sie 1,50 Euro Pfand für den Becher samt Deckel. Ist er ausgetrunken, können sie den Faircup an einer der Verkaufsstellen oder in teilnehmenden Supermärkten am Pfandautomaten zurückgeben. Der Anstoß zur Einführung eines Mehrwegbechersystems in Darmstadt kam nach Angaben der Stadt von Studierenden der Hochschule Darmstadt. Ihre Idee überzeugte und wurde weiterentwickelt.

Der sogenannte Darmstädter Weg sah ursprünglich die Entwicklung und Produktion eines nachhaltigen Mehrwegbechers samt Pfandsystem vor. Dass die Entscheidung am Ende zugunsten des Faircups gefallen sei, habe verschiedene Gründe gehabt. „Neben seinen Materialeigenschaften punktet der Faircup damit, dass er über den Einsatz als Mehrwegbecher für Coffee-to-Go hinausgeht und als Verpackungssystem gedacht ist“, sagt Silke Kleihauer, Projektleiterin der Initiative Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Darmstadt. 

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