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Das Kunstobjekt „Papyrus“ von Arnaldo Pomodoro steht vor dem Bürokomplex an der Hilpertstraße.

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Die Wilhelm Büchner-Hochschule verlässt Pfungstadt und zieht in den Gebäudekomplex des früheren Posttechnischen Zentralamts in der Darmstädter Weststadt.

Die Umzugswagen müssen nicht weit fahren: Über die Bundesstraße 3 sind es nur knapp acht Kilometer, um vom bisherigen Sitz der Wilhelm Büchner Hochschule (WBH) und der Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt (SGD) an der Pfungstädter Ostendstraße zum künftigen neuen Sitz der beiden Bildungseinrichtungen in der Darmstädter Weststadt zu gelangen. Die WBH und die SGD werden im September in den östlichen Gebäudetrakt des früheren Posttechnischen Zentralamtes an der Hilpertstraße umziehen. Entsprechende Informationen der FR haben die beiden Geschäftsführer Maziar Arsalan und Andreas Vollmer bestätigt,

In dem großen Gebäudekomplex der einstigen Mittelbehörde der Deutschen Bundespost, in dem einst rund 1600 Mitarbeiter arbeiteten, befindet sich derzeit auch das Technologie- und Gründerzentrum HUB31, das die Stadt Darmstadt sowie die Industrie- und Handelskammer Darmstadt-Rhein-Main-Neckar gegründet haben. Ferner ist in dem Gebäudekomplex seit einem Jahr die Hauptstelle der Friedrich-List-Schule untergebracht, an der rund 2000 Schüler in kaufmännischen Bildungsgängen unterrichtet werden. Zudem nutzt das Regierungspräsidium Darmstadt wegen der Sanierung des Wilhelminenhauses derzeit das Bürogebäude als Ausweichquartier.

Nach Angaben von Geschäftsführer Arsalan wird der Umzug in Etappen erfolgen. Auch eine Druckerei und der Seminarbetrieb sollen an den neuen Standort umziehen. „Bis September sollte alles unter Dach und Fach sein“, so Arsalan. Das Logo der Hochschule trägt schon seit einiger Zeit die Silhouette der Spitze des Darmstädter Hochzeitsturms, dem Wahrzeichen der Stadt. In unmittelbarer Nähe des Gebäudekomplexes befindet sich auch das Quartier der Deutschen Telekom und ihrer diversen Tochterunternehmen.

Wilhelm Büchner (1816-1892) war ein Apotheker und Unternehmer, der zur Farbherstellung forschte und in Pfungstadt seine „Ultramarinfabrik“ errichtete. Darüber hinaus stieß er mehrere Bildungsprojekte an, wie die Gründung einer Kleinkinderschule und einer höheren Lehranstalt.

Zum zehnjährigen Bestehen gab sich die „Private FernFachhochschule Darmstadt“ den Namen „Wilhelm Büchner Hochschule“.  

Arsalan begründet den Umzug von Pfungstadt nach Darmstadt vor allem mit der höheren Attraktivität der „Wissenschafts- und Digitalstadt“ sowohl für die Mitarbeiter wie die Kunden. „Wir freuen uns auch darauf, mit dem Standortwechsel neue Fach- und Führungskräfte für unsere Unternehmen zu gewinnen und nicht zuletzt das Netzwerk von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu nutzen und zu bereichern“, sagt Arsalan.

Bei der Wilhelm Büchner-Hochschule, die 1996 als „Private FernFachhochschule Darmstadt“ gegründet wurde, handelt es sich nach eigenen Angaben um „die größte private Hochschule für Technik in Deutschland“. Derzeit werden an der Fernhochschule mehr als 6000 Studierende von 18 Professoren unterrichtet. Die Hochschule hat 60 feste Mitarbeiter, weitere 110 Mitarbeiter sind für Service-, EDV- und Logistikdienstleistungen zuständig und für die SGD tätig. Zudem arbeiten für die Hochschule 175 Fernlehrer, Online-Tutoren und Dozenten. Es gibt 39 Studiengänge in den vier Fachbereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen und Technologiemanagement sowie Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik.

Präsident der Wilhelm Büchner Hochschule, die Teil der Stuttgarter Unternehmensgruppe Klett ist, ist seit sechs Jahren Jürgen Deicke, der in dieser Position vor allem für die Lehre und die Forschung zuständig ist. Der Ingenieur ist auch Stadtverordneter und Vorstandssprecher der Darmstädter Grünen.

www.wb-fernstudium.de

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