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Auch für die Strahlentherapie gab es neue Geräte. klinikum darmstadt

Finanzielles

Weiter in den schwarzen Zahlen

Der kommunale Klinikkonzern in Darmstadt erwirtschaftet 2018 ein Plus von 1,7 Millionen Euro. Die Arbeiten auf dem Campus in der Innenstadt sind im Zeit- und Kostenrahmen.

Im Gegensatz zu etlichen anderen Krankenhäusern macht das Darmstädter Klinikum dem zuständigen Dezernenten, Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU), derzeit keine Sorgen. Das Jahresergebnis des Klinikums und seiner Tochterfirmen lag im vorigen Jahr bei 1,7 Millionen Euro. Damit erwirtschaftete der Klinikkonzern zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen. 2017 hatte das Plus nur knapp 120 000 Euro betragen.

Während sich das Defizit beim Marienhospital nochmals von 1,4 auf 3,8 Millionen erhöht hat, konnte das Plus beim Klinikum von 1,2 auf rund 3,7 Millionen Euro nach Steuern gesteigert werden. Aufsichtsratschef Schellenberg sagte, mit dem positiven Ergebnis sichere das Klinikum den Erhalt der kommunalen Trägerschaft ab. Zugleich schaffe es der Gesundheitsversorger sich so aufzustellen, dass die notwendigen Mittel für die Zukunftssicherung aus eigener Kraft finanziert werden könnten.

Auch die Geschäftsführung sieht das Klinikum gut für die Zukunft gerüstet. Bei den Fallzahlen bestätigte sich der positive Trend der vergangenen Jahre: Im vorigen Jahr hat das Klinikum Darmstadt 105 081 Menschen ambulant und 40 057 stationär in seinen 21 Kliniken und Instituten versorgt. Die Auslastung lag bei 77,8 Prozent.

Das Klinikum investierte im vergangenen Jahr auch wieder in die Anschaffung hochmoderner Geräte. So wurden etwa nach Angaben des medizinischen Geschäftsführers Nawid Khaladj moderne Endoskope für diagnostische und therapeutische Eingriffe gekauft. Qualitativ und wirtschaftlich positiv ausgewirkt hätten sich auch der Ausbau des Neurozentrums. Neue Behandlungsmöglichkeiten biete nun auch das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie.

Die Neubauten auf dem Klinikgelände in der Darmstädter Innenstadt liegen nach Angaben der Klinikleitung im Zeit- und Kostenplan. Um die Neubauarbeiten sowie die geplanten Investitionen in die Bestandsbauten, die Medizintechnik und die Informationstechnologie finanziell stemmen zu können sieht der Businessplan positive Jahresergebnisse zwingend vor. Der kaufmännische Geschäftsführer Clemens Maurer geht daher auch von einem weiteren positiven Jahresergebnis für das laufende Jahr aus. Maurer zufolge lautet das Ziel, „gute Medizin in guter Architektur“ zu schaffen. In den kommenden anderthalb Jahren steht der Innenausbau des Neubaus an. Zum Jahreswechsel 2020/21 sollen die Kliniken und Institute – auch die, die sich derzeit noch auf dem Klinikgelände im Stadtteil Eberstadt befinden – den zentralen Neubau in der Innenstadt beziehen.

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