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Derzeit endet das Darmstädter Straßenbahnnetz im Norden in Arheilgen.

Darmstadt

Mit der Tram nach Wixhausen

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Im Norden Darmstadts sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Geprüft wird eine Ausweitung des Straßenbahnnetzes und eine Verlagerung des Heag mobilo-Betriebshofs.

Im Zuge der geplanten Voruntersuchungen, westlich von Arheilgen und südöstlich von Wixhausen auch neue Gewerbeflächen auszuweisen, soll auch eine Verlängerung der Straßenbahnlinie nach Wixhausen geprüft werden. Laut einer Mitteilung von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) gibt es zudem Überlegungen, den Betriebshof des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo vom derzeitigen Standort am Böllenfalltor nach Wixhausen zu verlagern. Vorgesehen sei, die beiden nördlichen Stadtteile weiterzuentwickeln und für beide „einen Mehrwert zu schaffen“, so Partsch. Zusammen mit dem S-Bahnanschluss könnte der nördlichste Darmstädter Stadtteil mit der Straßenbahn „exzellent“ erschlossen werden, so Partsch.

Heag mobilo-Geschäftsführer Matthias Kalbfuss wird in der Mitteilung der Stadt mit den Worten zitiert, man stoße mit der betrieblichen Infrastruktur am Standort Böllenfalltor schon heute an Grenzen. Um das Angebot mit Bussen und Straßenbahnen ausbauen und weiterentwickeln zu können, sei mehr Platz nötig, den es am derzeitigen Standort nicht mehr gebe.

In den vergangenen mehr als hundert Jahren sei der Betriebshof vielfach umgebaut und erweitert worden. Inzwischen seien „alle Möglichkeiten ausgeschöpft“. Vor allem das Straßenbahndepot müsse angesichts der geplanten Neuanschaffungen dringend erweitert werden. Zudem benötigten auch die Busse mehr Platz. „Der Handlungsdruck ist also groß“, so Kalbfuss. Die angedachten Gewerbeflächen im Norden Darmstadts seien für das Unternehmen „eine Standortoption“, die man ernsthaft in Betracht ziehe, zumal freie Flächen von etwa zehn Hektar, die man benötige, äußerst rar seien. Sollte der Firmensitz verlegt werden, könnten am Böllenfalltor laut OB Partsch Wohnhäuser entstehen.

Tim Huß, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, äußerte in einer Mitteilung, die von der SPD seit mehreren Jahren geforderte Straßenbahn nach Wixhausen müsse unabhängig vom neuen Betriebshof gebaut werden. Die Schienen dürften nicht an einem Depot am Ortsrand enden, sondern müssten durch den ganzen Stadtteil geführt werden. Die SPD will daher im Rahmen der Haushaltsberatungen beantragen, 400 000 Euro für die Planung und für eine Machbarkeitsstudie einzuplanen. Allerdings sollte die Stadt auch andere Standorte für den Betriebshof prüfen, so Huß.

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