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Im südöstlichen Herrngarten gibt es nun „Habitatbäume“ für Insekten.

Natur

Tote Linden im Herrngarten in Darmstadt werden Insektenhotel

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Aufgrund ihres Alters sind die Bäume im Stamm hohl und weisen große Faulherde sowie starken Pilzbefall auf.

Um vier alte Linden trotz fehlender Stand- und Bruchsicherheit zu erhalten, hat sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt dazu entschieden, die Bäume im Südosten des Herrngartens nun als sogenannte Habitatbäume einzuzäunen.

„Aufgrund ihres Alters sind die Bäume im Stamm hohl und weisen große Faulherde sowie starken Pilzbefall auf“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. „Allerdings bieten sie gerade dadurch vielen Insekten und anderen Tieren und Organismen eine Heimat“, sagt Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne). Durch die Entscheidung, die Bäume nicht zu fällen, werde der Lebensraum erhalten und damit ein aktiver Beitrag zum Arten- und Naturschutz und für die Biodiversität im größten Park der Stadt geleistet.

Als Habitat- oder Biotopbäume sollen die vier Linden künftig dann weiterhin eine wichtige Funktion im Kreislauf der Natur erhalten. Um trotzdem die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, mussten die Bäume eingezäunt werden.

Als Habitat- oder auch Biotopbäume werden laut Stadt solche Bäume bezeichnet, die besondere Lebensräume für andere Lebewesen anbieten. Hierbei handelt es sich meist um alte, zum Teil absterbende oder auch bereits tote Bäume. Insbesondere Bäume mit Spechthöhlen, Rissen und Spalten oder mit größeren Stamm- oder Rindenverletzungen zählen dazu.

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