Im Zentrum der Pädagogik stehen die Kinder: Die farbenfrohe Botschaft hängt an einem Zaun auf dem Gelände der größten Darmstädter Grundschule, der Erich-Kästner-Schule im Stadtteil Kranichstein.
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Im Zentrum der Pädagogik stehen die Kinder: Die farbenfrohe Botschaft hängt an einem Zaun auf dem Gelände der größten Darmstädter Grundschule, der Erich-Kästner-Schule im Stadtteil Kranichstein.

Darmstadt

Stadt Darmstadt will bis 2025 fünf neue Grundschulen bauen

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Stadtverordnetenversammlung nickt Schulentwicklungsplan ohne Debatte ab. Der Haupt-und Finanzausschuss soll vorerst bis zum Ende der Sommerferien als Notfallparlament fungieren.

Die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung hat sich vorerst selbst entmachtet: Mit großer Mehrheit hat das Stadtparlament während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, angesichts der anhaltenden Gefährdungssituation durch das neuartige Coronavirus den Haupt- und Finanzausschuss zu ermächtigen, zunächst befristet bis zum Ende der Sommerferien endgültige Entscheidungen über Finanzthemen, Bau- und Planungsvorhaben sowie über Grundstücksangelegenheiten zu beschließen. Die AfD stimmte gegen einen entsprechenden Vorschlag des Ältestenrates, und die Fraktion Uffbasse enthielt sich. „Uns als Stadt täte es gut, gerade in Krisenzeiten weiter normal zu arbeiten“, hatte Uffbasse zuvor mitgeteilt.

Der Ältestenrat des Stadtparlaments wird nun künftig jeweils zehn Tage vor der geplanten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zusammenkommen, um zu beraten, ob die vorhandenen Magistratsvorlagen durch den Haupt- und Finanzausschuss beschlossen werden sollen oder ob doch eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll.

Das Stadtparlament tagte am Donnerstag im Kongresszentrum Darmstadtium, damit die anwesenden Stadtverordneten genügend Abstand zum jeweiligen Nachbarn einhalten konnten. Bereits nach einer guten halben Stunde war die Sitzung beendet.

Stadt Darmstadt rechnet bis 2024/25 mit 6700 Grundschülern

Während der Sitzung wurde auch ohne Debatte der seit mehreren Jahren erwartete und nun von Bürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) vorgelegte aktualisierte Schulentwicklungsplan für die Grund- und Förderschulen der Stadt beschlossen.

Das aktualisierte Werk, das bis 2025 gültig sein soll, umfasst 248 Seiten. Die Stadt plant in den nächsten Jahren wegen der weiteren Zunahme der Bevölkerung den Bau von fünf neuen Grundschulen: in der Lincolnsiedlung, auf dem bisherigen Gelände der BMX-Anlage an der Stadtmauer, im geplanten Ludwigshöhviertel, für das Pallaswiesen- und Mornewegviertel sowie im Stadtteil Arheilgen.

Laut dem nun vorliegenden Plan wurden im Schuljahr 2013/14 rund 5400 Kinder in 262 Grundschulklassen betreut. Bis zum Schuljahr 2018/19 stieg die Zahl um zehn Prozent auf 5960 Kinder in 280 Klassen an. Bis zum Schuljahr 2024/25 geht die Stadt davon aus, dass in 301 Klassen knapp 6700 Grundschüler unterrichtet werden. Das würde gegenüber dem Schuljahr 2013/14 einen Anstieg um 23,4 Prozent bedeuten.

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