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Dramatisch geht es auch auf der Bühne des Staatstheaters Darmstadt zu: Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“ Julian Orlishausen, Bianca Tognocchi und dem Opernchor des Staatstheaters ist noch bis Anfang Mai zu sehen.  

Darmstadt

Staatstheater Darmstadt: Ministerin erwartet geringeres Defizit

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Angela Dorn (Grüne), die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, äußert sich in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage zur Haushaltssperre am Staatstheater Darmstadt.

Nachdem beim Staatstheater Darmstadt am 11. Oktober eine interne Haushaltssperre erlassen wurde, hat sich das prognostizierte Defizit verringert. Das geht aus einer Antwort von Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Moritz Promny (FDP) hervor. Die Ministerin äußert sich allerdings nicht zur Höhe des Fehlbetrags. Zuletzt war von einem Defizit von rund 770 000 Euro die Rede. Das Weihnachtsgeschäft dürfte nach Einschätzung Dorns allerdings dazu beigetragen haben, dass sich der Fehlbetrag noch weiter verringert hat.

Auf die Frage, wie es zur Überschreitung des Budgets habe kommen können, antwortet Dorn, es sei „nicht ungewöhnlich“, dass an einem Staatstheater zeitweise eine Budgetüberschreitung prognostiziert werde, zumal der Theaterbetrieb den „Schwankungen von Angebot und Nachfrage“ unterliege. Die Analyse und die Aufarbeitung der Deckungslücke dauerten allerdings noch an, so die Ministerin.

Dass sich eine negative Prognose abzeichne, habe das Theater Ende September gemeldet. „Warum diese Gefahr so spät gemeldet wurde und wie sich das in Zukunft verhindern lässt, wird derzeit aufgearbeitet“, so Dorn. Auf den Spielplan des Theaters habe die Haushaltssperre „keine Auswirkungen“. Nach den Worten Dorns arbeitet das Theater mit Unterstützung des Ministeriums, der Stadt und einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft daran, die Verwaltung und das Controlling nachhaltig zu verbessern, um Abweichungen vom Wirtschaftsplan noch früher erkennen und darauf reagieren zu können. Seit März 2019 unterstützt ein Fachmann des Staatstheaters Kassel die Theaterverwaltung, um die verwaltungsinternen Abläufe zu verbessern. Auch neu eingeführte technische Hilfsmittel zur Kostenprognose würden zur Konsolidierung der Finanzen beitragen, schreibt Dorn.

Die Budgets der Staatstheater Wiesbaden, Darmstadt und Kassel steigen in diesem Jahr nach Angaben des Ministeriums von 124 auf mehr als 128 Millionen Euro. Die Zuschüsse des Landes sollen um 1,5 Millionen auf 54,4 Millionen Euro steigen. Der geringste Zuschuss geht nach Darmstadt. Die Betriebskosten werden nach Abzug der Einnahmen zu 52 Prozent vom Land und zu 48 Prozent von den Städten bezahlt. (mit dpa)

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