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Ruhestätte unter Bäumen in Darmstadt

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Der Eberstädter Friedhof bekommt einen Trauerwald. Acht Urnen können sternförmig unter einem Baum bestattet werden.

Auf dem Eberstädter Friedhof soll eine Friedparkfläche geschaffen werden, teilt die Stadt mit. Der Magistrat habe in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung der Friedhofssatzung beschlossen. Er folgt damit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung.

„Das neue Grabangebot auf dem Eberstädter Friedhof wird künftig als Trauerwald bezeichnet und sieht Baumbestattungen in Form von Urnenbeisetzungen vor“, sagt Stadträtin Barbara Akdeniz (Grüne).

Im östlichen Teil des Friedhofes in Richtung Frankenstein ist ein Waldstück ausgewählt worden. Es beherbergt insgesamt 200 Bestattungsbäume, an denen je acht Urnen sternenförmig beigesetzt werden können, in Ausnahmefällen auch bis zu zwölf Urnen. Erdbestattungen sind im Hinblick auf die Wurzeln der Bäume nicht möglich.

Die Kosten für das neue Grabangebot liegen für das Einzelwahlgrab in dieser Anlage bei 600 Euro und für das Doppelgrab bei 1200 Euro. Die Änderung der Friedhofssatzung werde zudem zum Anlass genommen, das Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit aufzunehmen, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. Ziel Darmstadts sei es, ausbeuterische Kinderarbeit weltweit zu ächten. Deshalb beteilige sich die Stadt seit 2005 an der Kampagne „Aktiv gegen die Kinderarbeit“.

Die geplante Änderung der Friedhofssatzung sei dabei ein weiterer Baustein, Kinderarbeit zu ächten. Die Satzung soll im Juni von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Am Tag nach ihrer Bekanntmachung tritt sie dann in Kraft. 

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