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Juso-Sprecher Rodan Zeybek hängt das Schild an die Tür des Justus-Liebig-Hauses.

Darmstadt

„Respekt“ hängt nun auch in Darmstadt

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Die Jusos bringen  in Darmstadt ein Schild an Rathaus und Justus-Liebig-Haus an. Sie wollen damit ein Zeichen gegen die AfD setzen.

Die Jungsozialisten (Jusos) haben das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ an die Türen von Rathaus und Justus-Liebig-Haus gehängt. Laut einem Schreiben der Jusos soll die Aktion in Folge von mehreren rassistischen Bemerkungen seitens der AfD erfolgt sein.

„Dieses Schild soll zeigen, dass der Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ein Teil unserer Stadtidentität ist“, sagt Juso-Sprecher Rodan Zeybek.

Das Schild sorgte vor knapp drei Wochen in Frankfurt am Eingang des Römers bundesweit für Aufsehen. Durch einen Bericht der Frankfurter Rundschau war bekanntgeworden, dass die AfD-Fraktion im Römer die Stadt mit einer anwaltlichen Abmahnung dazu zwingen will, das Schild mit der Aufschrift „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ abzuhängen. Weil dahinter die gleichnamige, von der IG Metall unterstützte Kampagne steht, die sich kritisch zur AfD äußert, sieht die Partei durch das Aufhängen der Tafel die Neutralitätspflicht der Stadt verletzt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) weigert sich seitdem, die von der AfD vorgelegte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und das Schild abzuhängen.

Unterstützung erhält die Stadt Frankfurt nun auch vom Verein Campact, der politische Organisationen über das internet organisiert. Campact hat seine rund 2,2 Millionen Unterstützer angeschrieben und sie eingeladen, Plakate und Aufkleber zu bestellen, die exakt so aussehen wie das umstrittene Schild. han/stn

Eindeutig rassistisch war die Aussage eines Lehrers in Hilden. „Dich hätte man früher vergast“, warf er einem Schüler mit Migrationshintergrund an den Kopf.

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