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Auch die Rückseite der neuen Schießstätte präsentiert sich extravagant und dynamisch.

Darmstadt

Darmstadt: Platz für acht Schützen

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Auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Südhessen entsteht für rund sieben Millionen Euro eine neue Schießstätte.

Für die knapp 1800 bewaffneten Polizisten in Südhessen entsteht in den nächsten Monaten auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Südhessen eine neue Schießstätte. Die Planungen sehen vor, den Neubau im nächsten Frühjahr in Betrieb zu nehmen, wie Finanzstaatssekretär Martin Worms (parteilos) am Mittwoch anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus sagte.

Die neue Schießstätte ist erforderlich, weil die bisherige im Keller eines Gebäude des Polizeipräsidiums nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügt. Der Neubau auf dem hinteren Teil des Präsidiumgeländes wird über zwei baugleiche, jeweils 25 Meter lange Schießanlagen mit je vier Bahnen verfügen. Bis zu acht Beamte gleichzeitig können die Schießstätte nach der Fertigstellung benutzen.

Die Anlage wird laut Finanzstaatssekretär Worms und Innenstaatssekretär Stefan Heck (CDU) nach dem neuesten technischen Standard mit modernster Lüftungs- und Schallschutztechnik ausgestattet. Dies ist zum Beispiel bei der bisherigen Anlage nicht der Fall. Die beiden Schießanlagen erhalten auch eine moderne Technikanlage und einen Regieraum, von dem aus die Schützen überwacht werden. Nach Angaben der beiden Staatssekretäre soll der neue Gebäudekomplex zudem kürzere Wege und besser gesicherte Lagerräume bieten.

Der Neubau, für den der in Darmstadt ansässige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen zuständig ist, wird rund sieben Millionen Euro kosten. Bereits im Sommer 2013 war das Gebäude der ehemaligen Reiterstaffel zu einem Einsatzzentrum ausgebaut worden. Hier hatte das Land eine Million Euro in neue Trainingsmöglichkeiten für die Polizeibeamten investiert.

Nach Angaben von Polizeipräsident Bernhard Lammel wurden im vorigen Jahr auf den alten Schießbahnen bei mehr als 3500 Schießterminen mehr als 100 000 Schuss abgegeben.

Der Entwurf für den fast fensterlosen Bau mit schrägen Fassaden am Eingang und auf der Rückseite stammt vom Rostocker Architekturbüro Bastmann + Zavracky. Für die Bauleitung ist das Darmstädter Architekturbüro Moeve zuständig. Die neue Schießstätte wird über eine Nutzungsfläche von rund 560 Quadratmetern verfügen.

Innenstaatssekretär Heck bezeichnete am Mittwoch die Gefahr durch den islamistischen Extremismus und Terrorismus als eine „dauerhafte Herausforderung“ für die Sicherheitsbehörden. Es sei daher notwendig, dass neben den Spezialkräften auch Streifenbeamte intensiv und regelmäßig am Schießtraining teilnehmen könnten.

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