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Von Bongs bis Blumenerde gibt es hier alles, was man zum Konsumieren und Anpflanzen so braucht.

Darmstadt

Pioniere aus Darmstadt: Alles zum Anbauen und Konsumieren

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Vor mehr als 25 Jahren entstand einer der ersten Growshops Deutschlands.

Darmstadt ist nicht nur eine Keimzelle für den Handel mit CBD-Produkten. Auch das älteste deutschsprachige Cannabismagazin sowie einer der ältesten Growshops ist hier angesiedelt.

Alles begann 1993, als Markus van der Kolk zusammen mit ein paar Kumpels zu einer Demo für die Legalisierung von Marihuana direkt vor dem Polizeirevier aufrief. „Mehr als 1000 Gleichgesinnte drängelten sich vor dem Polizeipräsidium, rauchten, was das Zeug hielt, feierten eine Party, freuten und umarmten sich“, berichtet Kolk auf seiner Webseite. Er und seine Mitstreiter gründeten die Arbeitsgemeinschaft Hanf und hielten im Mai 1994 das sogenannte Cannabis Weekend ab. Es soll laut Kolk zum „größten Polizeieinsatz in der Geschichte Darmstadts“ geführt haben.

Seit 25 Jahren in Darmstadt: Der Grow-Shop.

Die Initiatoren gründeten daraufhin das grow!-Magazin gemeinsam mit der Band „Die Ärzte“ und eröffneten einen Head- und Growshop. Das Magazin erscheint heute im Hanf-Verlag Darmstadt sechsmal im Jahr jeweils in einer Auflage von 35 000.

Im Growshop in der Elisabethenstraße gibt es Zubehör zum Anbau von Cannabis. Von Blumenerde über Spezialdünger bis hin zu Kohlefiltern, Gewächshäusern und elektrischen Schneidemaschinen, um Pflanzenteile zu zerkleinern. Im Showroom im Keller ist zu sehen, wie die aufgebauten Anlagen aussehen können. Der Handel mit dem Zubehör ist nicht verboten – kann es doch nach offizieller Lesart auch für Paprika und Tomaten verwendet werden – „nur darf keine Beratung zum Cannabisanbau stattfinden, und wir dürfen keine Samen verkaufen“, erklärt Mitarbeiter Adrian Kleebach.

Außerdem gibt es dort auch alles Zubehör, das man zum Konsumieren benötigt: etwa Pfeifen und Bongs, Feuerzeuge, Vaporizer, Paper, Bauunterlagen und Humidore, also Behälter zum Lagern von Tabak.

Auch in Frankfurt betrieb Kolk bis vor kurzem einen Laden, in der Großen Seestraße. Dessen Mietvertrag wurde jedoch nicht verlängert. Jetzt sucht man neue Geschäftsräume. Ein Preisgeld von 2000 Euro für die erfolgreiche Vermittlung ist ausgesetzt.

Kontakt und Infosunter www.growshopda.de und www.grow.de

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