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Im historischen Schalander auf dem Gelände der Pfungstädter Brauerei werden auch alte Werbeschilder, Bierkisten aus Holz und Jutesäcke ausgestellt.

Pfungstadt

Pfungstädter Brauerei ist wieder auf Investorensuche

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Die Liquidität des Traditionsunternehmens im südhessischen Pfungstadt ist nach Angaben der Geschäftsführung gesichert. In den nächsten Monaten will man „eine gute Vereinbarung mit einem Investor“ abschließen.

Nach dem Rückzug des zunächst favorisierten Investors Uwe Dieter Krück und seiner Beteiligungs- und Immobiliengesellschaft Spectrum Invest verhandelt die Pfungstädter Brauerei nun mit anderen Interessenten über eine Übernahme. Die Geschäftsführung des Traditionsunternehmens teilte am Dienstag mit, nachdem im vorigen Jahr rund zehn Bewerber „Angebote auf Basis unterschiedlicher Geschäftsmodelle“ abgegeben hätten, seien nun wieder konkrete Verhandlungen intensiviert worden.

Ziel sei es weiterhin, „in den nächsten Monaten eine gute Vereinbarung mit einem Investor abzuschließen“. Bei den Verhandlungen gehe „Sorgfalt vor Schnelligkeit“. Nach Angaben der Firmenleitung um Geschäftsführer Stefan Seibold ist die Liquidität des Unternehmens, für das rund 100 Menschen arbeiten, gesichert, „um den Verkaufsprozess mit ruhiger Hand zu führen und zum erfolgreichen Abschluss zu bringen“.

Pfungstädter Brauerei will keine Details zu Investoren nennen

Die Brauereiführung wies abermals darauf hin, dass mit allen interessierten Investoren Vertraulichkeitserklärungen abgeschlossen worden seien. Daher würden weiterhin keine Details zu Angeboten, Verhandlungen und Investoren genannt.

Investor Krück hatte, wie berichtet, am Freitag mitgeteilt, er habe sich aus dem Verkaufsprozess für die Brauerei zurückgezogen. Er begründete dies damit, dass „nicht akzeptable finanzielle Forderungen der Brauereieigentümer sowie überzogene Absicherungsforderungen der Stadt Pfungstadt“ eine Einigung verhindert hätten. Letzteres hatte Bürgermeister Patrick Koch (SPD) allerdings zurückgewiesen.

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