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Blick vom Herrngarten in den Prinz-Georg-Garten und auf das Pretlacksche Gartenhaus.  

Darmstadt

Neue Gewächshäuser für den Prinz-Georg-Garten in Darmstadt

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Für knapp zwei Millionen Euro soll die einst von den Landgrafen von Hessen-Darmstadt geschaffene Anlage mitten in der Darmstädter Innenstadt saniert und erneuert werden.

Der Prinz-Georg-Garten, der an den Herrngarten in der Darmstädter Innenstadt angrenzt, wird mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes saniert und attraktiver gestaltet. Bis 2022 werden in das Gartendenkmal laut Mitteilungen von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) und der für die Anlage zuständigen Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten 1,8 Millionen Euro investiert. Zur Hälfte stammt das Geld aus dem Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“. Die andere Hälfte steuert das Land bei. Vorgesehen sei, so Dorn, mit dem Geld vor allem die Gewächshäuser und Sanitäranlagen zu erneuern.

Zum Ensemble der Gartenanlage zählen das Prinz-Georg-Palais, in dem sich das großherzogliche Porzellan-Museum befindet, das Pretlacksche Gartenhaus mit Bibliothek und Lesesaal, ein Teehaus aus Holzgitterwerk, eine Orangerie sowie Pflanzenarrangements. Ministerin Dorn bezeichnete den Garten als „wunderschönes Kleinod“ mitten in Darmstadt, das Besucherinnen und Besucher verzaubere. Die Geschichte der von den Landgrafen von Hessen-Darmstadt geschaffenen Anlage reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. 1748 wurde dann der Lust- und Nutzgarten aus zwei Anlagen zusammengelegt.

Fassadenerneuerung geplant

In der Anlage und in den Gewächshäusern bildet die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten zudem junge Menschen zu Blumen- und Zierpflanzengärtnerinnen und -gärtnern aus. Die alten Gebäude können allerdings nach Angaben der Ministerin teilweise nicht mehr betreten werden, sind zu klein oder klimatechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Mit dem Geld sollen nun neue klimatechnisch moderne, verkehrssichere und größere Gewächshäuser gebaut werden, um dort die Pflanzen für den Wechselflor in den Rabatten des Rokokogartens anzuzüchten. Zudem sollen die Umkleide- und Gemeinschaftsräume in der ehemaligen Orangerie renoviert werden, in denen sich vor allem die Azubis aufhalten. Außerdem ist geplant, die erforderliche technische Infrastruktur zu erneuern und den Hof nach historischem Vorbild zu pflastern.

Die Schlösserverwaltung hat erst im vorigen Jahr für mehr als eine Viertelmillion Euro das Dach des Pretlackschen Gartenhauses erneuern lassen. In diesem Jahr sollen laut Architektin Anja Dötsch auch noch die beiden Fassaden des Hauses erneuert und der Lesesaal überholt werden. Im nächsten Jahr sei dann geplant, das Teehaus im Prinz-Georg-Garten zu sanieren.

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