+
Unten stehen, oben sitzen: Die neue Gegengerade (r.) wird bis Anfang 2020 fertiggestellt.

Darmstadt

Lilien Darmstadt: Das „Bölle“ wandelt sich

  • schließen

Das Funktionsgebäude des Stadions in Darmstadt  ist fertig, der Bau der Gegengeraden im Zeitplan.

Der hölzerne Bottich mit einer Schöpfkelle steht in der Sauna bereit, die obligatorischen blauen Lilien sind an den weißen Kacheln unter den Duschköpfen angebracht worden, und auch im Fitnessstudio warten diverse Geräte darauf, von den Fußballspielern benutzt zu werden. Nach einer Bauzeit von anderthalb Jahren können die Mannschaft und die Verwaltung des Zweitligisten SV Darmstadt 98 das auf dem Gelände des Stadions am Böllenfalltor errichtete neue Funktionsgebäude nutzen.

Die Geschäftsstelle ist bereits Ende der vorigen Woche in den schlichten dreigeschossigen Neubau umgezogen, den eine grünlich schimmernde Glasfassade ziert. In dem neuen Gebäude stehen auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern der Verwaltung des Vereins, den Spielern, Trainern sowie der Scouting- und der medizinischen Abteilung moderne Räume zur Verfügung. Nach dem Bau des Nachwuchsleistungszentrums vor zwei Jahren und dem laufenden Umbau des Stadions ist das neue Funktionsgebäude ein weiterer wichtiger Bestandteil, um die Infrastruktur des Klubs den aktuellen Anforderungen des Profifußballs anzupassen.

Erst 2021 soll im Erdgeschoss der Geschäftsstelle auch der neue Fanshop eröffnet werden, der derzeit auf dem Stadiongelände in mit auffälligen Graffitis verzierten Containern untergebracht ist. Bis dahin werden die Räumlichkeiten während des Umbaus der Haupttribüne als Medien- und Pressezentrum genutzt.

Darmstadt: Bau größtenteils von regionalen Firmen realisiert

Ein Teil des Gebäudes im Erdgeschoss wird nach Angaben des Vereins von der Darmstädter Sportstätten GmbH als Umkleidetrakt für die angrenzende Böllenfalltorhalle genutzt. Die Inbetriebnahme ist in den nächsten Wochen geplant. Der Bau wurde größtenteils von regionalen Firmen realisiert. Der Anteil des SV Darmstadt 98 an den Baukosten für das Gebäude belaufen sich auf rund fünfeinhalb Millionen Euro.

Schlägerei mit Eintracht-Fans: Wussten einige Lilien-Anhänger von der bevorstehender Prügelattacke?

Das Frankfurter Büro 1100 Architekten war nicht nur für den Bau des nun fertiggestellten Funktionsgebäudes zuständig. Das Büro kümmert sich auch um den Bau der neuen Gegengeraden, die 18,5 Millionen Euro kosten soll. Nach den Worten von Vereinspräsident Rüdiger Fritsch soll die dann überdachte Tribüne mit 5600 Stehplätzen im unteren Bereich und 2900 Sitzplätzen im Oberrang am 2. Februar beim ersten Heimspiel im neuen Jahr erstmals komplett genutzt werden.

Die Arbeiten liegen laut Fritsch im Zeit- und Kostenplan. Mit dem Abriss und dem Bau der rund 22 Millionen Euro teuren Haupttribüne soll im Sommer kommenden Jahres begonnen werden.

Nicht im Plan war dagegen die Pokalpleite gegen den KSC. Die Lilien waren offensiv viel zu harmlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare