Stammapostel Jean-Luc Schneider.
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Stammapostel Jean-Luc Schneider.

Darmstadt

Kirchenoberhaupt predigt in Darmstadt

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Jean-Luc Schneider war am Pfingstsonntag in der neuapostolischen Kirche in Darmstadt zu Gast. 

Das Kirchenoberhaupt kommt und nur wenige dürfen direkt dabei sein: So erging es am Pfingstsonntag den neuapostolischen Christen in Darmstadt, als Stammapostel Jean-Luc Schneider, der internationale Leiter der Neuapostolischen Kirche, das Gemeindehaus an der Büdinger Straße besuchte, um dort einen zentralen Gottesdienst zu feiern. 

Die Predigt wurde via Livestream im Internet und in Südafrika auch über den kircheneigenen Fernsehkanal ausgestrahlt. In der Kirche selbst versammelten sich unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln rund 40 Gläubige, darunter leitende Amtsträger, Musiker und ein Übertragungsteam.

Der internationale Kirchenleiter, der aus Straßburg angereist war, predigte in Englisch, während ein in der Kirche anwesender Dolmetscher ins Deutsche übersetzte. Zudem wurde die Predigt simultan in weitere Sprachen übersetzt.

Die neuapostolische Kirche im Darmstädter Bürgerparkviertel wurde nach Angaben einer Kirchensprecherin deshalb ausgewählt, weil die Technik für die Übertragung vom kircheneigenen Bischoff-Verlag in Neu-Isenburg zur Verfügung gestellt wurde. Neben dem Kirchengebäude konnte auch ein großer Übertragungswagen abgestellt werden.

Verzicht auf Gesang und Abendmahl

Der Pfingstgottesdienst aus Darmstadt war laut einer Mitteilung zugleich der erste Präsenzgottesdienst der Neuapostolischen Kirche seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland seit Mitte März. Zeitweise trugen die Teilnehmer, die nur auf jeder zweiten Kirchenbank Platz nahmen, Gesichtsmasken, um ihren Mund und ihre Nase zu bedecken. Auf Gesang wurde ebenso verzichtet wie auf die sonst übliche Abendmahlsfeier.

In seiner Pfingstpredigt rief das neuapostolische Kirchenoberhaupt dazu auf, mit den Ressourcen der Erde sorgsamer umzugehen. Er hoffe zwar, dass die Corona-Krise zu gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen führe, um weniger egoistisch zu leben. Er sei aber skeptisch, ob es wirklich zu diesen Veränderungen kommen werde, sagte Schneider.

Ökumenische Plakataktion in Darmstadt

Das Evangelische und Katholische Dekanat sowie die in der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammengeschlossenen Gemeinden in Darmstadt hatten zum Pfingstfest eine gemeinsame Plakataktion initiiert. Mit einem Pfingstrosenmotiv wurde auf den Plakaten für „Inspiration für die Zukunft“ geworben. Mit der Aktion wollten die Kirchen in der noch anhaltenden Krisenzeit „zur gemeinsamen Zukunftsgestaltung ermutigen“, hieß es in einer Mitteilung.

Etliche Kirchengemeinden unterstützten die Aktion, in dem sie die Plakate in ihre Schaukästen hängten, sie an Aufstellern anbrachten oder das Motiv auf ihren Internetseiten veröffentlichten. Auch in Kliniken wurden die Plakate aufgehängt.

„Wir wollen erneut ein Zeichen setzen in dieser Krisenzeit“, teilte die evangelische Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse mit. Die Corona-Krise und ihre Folgen stelle viele Menschen und die Stadtgesellschaft insgesamt vor große Herausforderungen. Viele seien in Sorge um die Zukunft. „Am Geburtstag der Kirche weisen wir auf die inspirierende Kraft Gottes hin, die hier und weltweit trösten und be-geistern kann“, so Schmidt-Hesse.

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