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Geburtshilfe wird künftig in den Innenstadtcampus des städtischen Klinikums integriert.

Darmstadt

Keine Geburten mehr im Marienhospital

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Auf dem Innenstadtcampus des Darmstädter Klinikums werden von Juli an die Geburtshilfe und die Notfallversorgung konzentriert.

Spätestens bis Ende Juni werden die Geburtshilfe, die Innere Medizin und die Beatmungsentwöhnung des Marienhospitals in den Innenstadtcampus des städtischen Klinikums integriert. Das Klinikum will damit nach eigenen Angaben „die Versorgungsqualität erhöhen“. Das haben die beiden Klinik-Geschäftsführer Clemens Maurer und Nawid Khaladj sowie der Aufsichtsratsvorsitzende André Schellenberg (CDU) mitgeteilt.

Vorgesehen ist zudem, mit eine neuen Nutzungskonzept und umfangreichen Sanierungen den Standort des Marienhospitals südlich des Darmstädter Steinbergviertels für die Zukunft zu sichern. Geplant ist, dass das Klinikum mit seinen 1000 Betten schon vor dem Bezug des Neubaus zum Jahreswechsel 2020/21 seine Kapazitäten für Geburten erhöht. Hierfür sollen nach Angaben der beiden Geschäftsführer weitere Kreißsäle im Bestand der Frauenklinik hergerichtet werden. Allen von der Verlegung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde die Klinikum Darmstadt GmbH einen gleichgestellten Arbeitsplatz im Klinikum anbieten, heißt es in einer Mitteilung. Am Standort Marienhospital kamen im vorigen Jahr bei 1092 Geburten 1100 Neugeborene zur Welt. 2017 stemmte das Team des Marienhospitals 1219 Geburten.

Die Klinikleitung reagiert nach den Worten von Geschäftsführer Maurer auf die in den vergangenen Jahren verschärften Qualitätsanforderungen vor allem an die Geburtshilfe. „Die Struktur-und Qualitätsvorgaben machen es unmöglich, einen rechtskonformen Betrieb der betroffenen Abteilungen in einem 115-Betten-Haus wie dem Marienhospital aufrechtzuerhalten“, äußerte Maurer.

Schwangere, die sich mit Geburtsterminen bis zum 30. Juni angemeldet haben sowie werdende Mütter, die sich noch in den ersten Wochen im Monat April für eine Geburt im Marienhospital entscheiden, können wie geplant und wenn gewünscht im Marienhospital entbinden.

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