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Evelyn Wendler und Peter Hoffmann alias „Kabbaratz“. 

Darmstadt

Kabarett statt Bescherung in Darmstadt

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Das Duo „Kabbaratz“ tritt auch an Heiligabend auf - im Halbneun-Theater in Darmstadt. Und am 2. Weihnachtstag in Rödermark.

Denen ist ja wohl gar nichts heilig! Während am Abend des 24. Dezember gefühlt 99,9 Prozent aller Deutschen unterm Weihnachtsbaum zu singen versuchen, sich Geschenke überreichen und um die letzten freien Kirchenbänke ringen, stehen Evelyn Wendler und Peter Hoffmann von „Kabbaratz“ auf der Bühne des Halbneun-Theaters Darmstadt. Bei dem Paar, das sich seit Schulzeiten kennt, gibt’s Kabarett statt Bescherung, und das inzwischen seit 30 Jahren.

Seit 30 Jahren machen Evelyn Wendler und Peter Hoffmann alias Kabbaratz am Heiligabend Kabarett statt besinnlich zu feiern. Am 24. und 25. Dezember treten sie jeweils um 20.30 Uhr mit „Ich find’s so schön, wenn der Baum brennt“ im Darmstädter Halbneun-Theater, Sandstraße 32, auf. Karten gibt es unter www.halbneuntheater.de oder unter Tel. 0 61 51/23 330 (Abendkasse). 


In Rödermark ist das Duo dann am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, 20 Uhr, im Alternativen Zentrum (AZ) in der Kelterscheune, Darmstädter Straße 18, zu erleben. Karten gibt es unter www.ztix.de. aph

„Damals hatten wir beide genug vom Tauziehen zwischen unseren Restfamilien darum, wer uns an Heiligabend bekommt. Da gingen wir schließlich auf die Bühne. Seither erwartet niemand mehr von uns Geschenke oder Weihnachtskarten, und wir essen am 24. Fertigfutter aus der Tiefkühltruhe“, sagt Hoffmann lachend.

Kamen anfangs nur 60, 70 Besucher zu der Alternative zur Weihnachtsfeier, füllen die beiden heute locker das Theater mit seinen rund 200 Plätzen, darunter viele Familien. „Zu Heiligabend haben wir den größten Andrang“, sagt Hoffmann. „Am 23. kommen eher diejenigen, die wissen, dass sie bald nichts mehr zu lachen haben, am 26. diejenigen, die jetzt nichts mehr reden müssen. Das Programm geht nicht unter die Gürtellinie, das ist auch gar nicht unser Stil.“

Allzu festlich wird es nicht werden, „keine Weihnachtslieder, das können wir versprechen“. Allerdings gibt’s doch eine – ziemlich malträtierte – Fichte, und natürlich dreht sich auch hier letztlich alles um das Fest der Feste. „Uns sagen die Leute, unser Programm sei mehr beobachtet als erfunden“, berichtet der Kabarettist. „Einen Klaus-Dieter, der eine Feier erfolgreich sprengen kann, gibt es doch wahrscheinlich in jeder Familie.“

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