+
Der Abriss der Kasernengebäude hat Ende 2019 begonnen.

Darmstadt

Hessische Architektur im Ludwigshöhviertel in Darmstadt

  • schließen

Nach einem siebenteiligen Wettbewerbsverfahren liegen nun alle Planungsentwürfe für das geplante neue Wohnquartier auf dem Gelände der früheren Cambrai-Fritsch-Kaserne vor.

Zwei Architekturbüros aus Frankfurt und eines aus Darmstadt können ihre Entwürfe auf drei Baufelder im Ludwigshöhviertel realisieren. In Wettbewerbsverfahren haben sich die Büros Werkum aus Darmstadt sowie 1100 Architekten und Arctec gegen andere Büros durchgesetzt. Damit werden auf allen sieben Baufeldern die Planungen von Architekten aus Hessen realisiert.

Genau wie bei den ersten vier Baufeldern stünden auch die Gewinner-Entwürfe der drei letzten Wettbewerbe für „nachhaltiges und modernes Bauen, das die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen erfüllt und ein zeitgemäßes Wohnen ermöglicht“, äußerte Armin Niedenthal, der Vorstand der Darmstädter Bauverein AG.

Das Neubaugebiet

Das Ludwigshöhviertel entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Gelände der Cambrai-Fritsch Kaserne südlich des Stadtteils Bessungen.

Auf dem 34 Hektar großen Areal soll ein neues Wohnquartier mit rund 1400 Wohnungen für etwa 3000 Menschen entstehen.

Das Quartier wird nach den Planungen der Stadt als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, in dem Schrittgeschwindigkeit gilt. Auf dem Quartiersplatz und im Süden an einer Promenade soll es jeweils eine Straßenbahnhaltestelle geben. jjo

Bauverein-Tochter entwickelt Ludwigshöhviertel in Darmstadt

Eine Tochterfirma des kommunalen Wohnungsbauunternehmens hat das Gelände der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der benachbarten Jeffersonsiedlung vom Bund gekauft, um für die Stadt die Konversionsfläche zu entwickeln.

Den städtebaulichen Entwurf und die Freiraumplanung des Frankfurter Büros Arctec lobt die Jury als „sehr gut durchdacht“. Die Anordnung der geplanten Baukörper reagiere „konsequent auf umliegende Begebenheiten wie der zu erhaltenden Baumsubstanz, die Promenade und die kleinteilige Baustruktur im Westen“. Die dem Ort „angepasste Architektur“ und die „differenzierte Freiraumgestaltung“ ließen „eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten“, heißt es in der Jurybegründung, die der FR vorliegt.

Am Entwurf des Frankfurter Büros 1100 Architekten, das auch für den Umbau des Fußballstadion am Böllenfalltor zuständig ist, hebt die Jury hervor, dass die Differenzierung im Freiraum zwischen privaten Nischen, Terrassen und Gärten zum öffentlichen Freiraum „gut gelöst“ sei. Die Architekten planen versetzt angeordnete Gebäude in Hybridbauweise, wodurch eine aufgelockerte Struktur entstehen soll.

Ludwigshöhviertel in Darmstadt: 1400 Wohnungen für 3000 Menschen

Und am Entwurf des Büros Werkum lobt die Jury den vorgesehenen differenzierten Wohnungsmix sowie die Thematisierung von Ökologie und Nachhaltigkeit. Auch das Darmstädter Büro wird – wie auch andere ausgewählte Büros – beim Bauen auf den Werkstoff Holz setzen.

Bereits Ende Februar hatte die Wettbewerbsjury die Architekturbüros für vier der sieben Baufeldern ausgewählt, auf denen in dem neuen Quartier Wohngebäude entstehen sollen. Dabei hatte sich gezeigt, dass die Architekten in ihren Entwürfen oft den Baustoff Holz und viel Grün fürs Ludwigshöhviertel  einplanen. Insgesamt sollen in dem Quartier in den nächsten Jahren rund 1400 Wohnungen für etwa 3000 Menschen entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare