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„Haftbefehl“ mit Schusswunde

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Mit einer Schusswunde im Bein lässt sich ein Mann in eine Darmstädter Klinik einweisen - Berichten zufolge ist es der Rapper „Haftbefehl“. Hat er sich die Wunde selbst zugefügt?

In einer Darmstädter Klinik hat sich am Donnerstagnachmittag ein Mann mit einer Schussverletzung im Bein vorgestellt, bei dem es sich laut einem Medienbericht um den Rapper Haftbefehl handeln soll. Polizei und Staatsanwaltschaft in Darmstadt teilten nur mit, der schwer verletzte 34-Jährige, der im Landkreis Darmstadt-Dieburg gemeldet sei, habe sich gegenüber Polizeibeamten „äußerst unkooperativ“ verhalten. Es gebe auch Hinweise, dass sich der Mann die Schussverletzung selbst zugefügt habe. Die Ermittlungen wegen eines „möglichen Unfallgeschehens“ dauerten an. Im Zusammenhang mit dem Fall sei am Donnerstagabend auch eine Wohnung und eine Bar im Kreis Darmstadt-Dieburg durchsucht worden. Hierbei seien aber keine Beweise gefunden worden, die zur Klärung des Falls beigetragen hätten. Eine Polizeisprecherin äußerte auf Anfrage, der Klinikpatient habe nicht in Lebensgefahr geschwebt.

Bei dem Mann soll es sich nach Informationen des Hessischen Rundfunks um den Offenbacher Rapper Haftbefehl handeln. Nach einem Aufenthalt im Frankfurter Bahnhofsviertel soll er sich unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol versehentlich in den Unterschenkel geschossen haben. Der Schuss könnte ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz nach sich ziehen. Auf seinen Social-Media-Kanälen äußerte sich der Rapper zunächst nicht zu dem Medienbericht. jjo

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