Darmstadt

Darmstadt  erinnert an Novemberpogrome

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Gerade in Zeiten des wachsenden Antisemitismus sei das Wissen um die Schoa wichtiger denn je. Dies soll beim Gedenken in Darmstadt deutlich werden.

Mit zwei Veranstaltungen gedenken die Stadt, die Jüdische Gemeinde Darmstadt und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit am Sonntag, 10. November, der Pogromnacht vom November 1938 und „des Menschheitsverbrechens der Schoa, zu dem das Pogrom der Auftakt war“.

Zunächst wird laut Ankündigung der Stadt um 11.30 Uhr an der Liberalen Synagoge in der Bleichstraße 19 eine Gedenktafel angebracht, die den Opfern der nationalsozialistischen Gewalt in den Partnerstädten Darmstadts gewidmet ist.

Unter anderem geht es um Liepaja (Lettland), wo unter deutscher Besatzung Juden systematisch ermordet wurden.

Um 17 Uhr findet eine zentrale Gedenkstunde in der Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße 26 statt. „Als nachgeborene Generation werden wir diesen barbarischen Teil unserer Geschichte niemals richtig nachempfinden können. [..] Und doch ist es die Sprache, die Erinnerung bewahrt und Wissen möglich macht“, schreibt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Gerade in Zeiten des wachsenden Antisemitismus sei das Wissen um die Schoa wichtiger denn je; „Wir müssen diesem Ungeist entschieden entgegentreten“.  

Von Jonas Nonnenmann

Auch in der Paulskirche in Frankfurt gab es eine Gedenkstunde. Dabei greift Marc Grünbaum von der Jüdischen Gemeinde die Politik scharf an. „Die große Koalition ist Steigbügelhalter der AFD.“

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