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Schlossgrabenfest Darmstadt: Feiern bis der Karolinenplatz bebt

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Nach den Krawallen im vorigen Jahr zeigt die Polizei bei der 21. Auflage der Veranstaltung  in Darmstadt auf und in der Nähe des Festivalgeländes starke Präsenz.

Wir hatten vier Tage bestes Wetter und beste Stimmung.“ So lautet die knappe Bilanz von Thiemo Gutfried, einem der Gesellschafter und Geschäftsführer der Stage Groove Festival GmbH, die vom Himmelfahrtstag an bis zum Sonntag die 21. Auflage des Schlossgrabenfestes in der Darmstädter Innenstadt ausgerichtet hat. Zwischen 350 000 und 400 000 Menschen haben laut Gutfried nach Schätzungen der Polizei an den vier Tagen die Bühnen rund um das Residenzschloss besucht. 111 Bands und zehn DJs waren auf vier Bühnen zu sehen und zu hören. Am Freitagabend hatten „Josh“ („Cordula Grün“) und am Samstagabend Culcha Candela („Monsta“, „Hamma“) für gute Laune gesorgt, so dass das ekstatisch hüpfende Publikum den Karolinenplatz zum Vibrieren brachte. Gutfried zufolge durften am Samstagabend aus Sicherheitsgründen für eine halbe Stunde keine weiteren Menschen auf das 25 000 Quadratmeter große Festivalgelände gelassen.

Am Sonntagvormittag wurde auf dem Marktplatz beim Gospelgottesdienst auch über das nach wie vor stabile Vertrauen der Menschen in Medien und Zeitungen sowie über die aktuellen Schülerdemos gesprochen. Zudem gab es auf dem Karolinenplatz ein Kinderprogramm.

Festival-Veranstalter Gutfried sagte am frühen Sonntagabend, er sei auch deshalb mit dem Verlauf des diesjährigen Schlossgrabenfestes „sehr zufrieden“, weil es sowohl auf als auch in der unmittelbaren Nähe des Festivalgeländes „sehr ruhig und friedlich geblieben“ sei. Im vorigen Jahr war es nach dem Ende der Musikdarbietungen im Herrngarten, der direkt an das Festival-Areal grenzt, zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Vor allem jugendliche Randalierer hatten Polizisten beleidigt und mit Glasflaschen beworfen. 15 Beamte waren dabei verletzt worden.

Auch die Polizei zog am Wochenende eine positive Zwischenbilanz. Das Konzept, verstärkt Präsenz zu zeigen, habe sich bewährt, äußerte eine Polizeisprecherin. Durch „konsequentes und frühzeitiges Eingreifen“ hätten die Beamten sich anbahnende Schlägereien oder verbale Belästigungen frühzeitig unterbinden können. Auf dem Festivalgelände habe es zunächst keine relevanten Einsätze gegeben. Auf dem Luisenplatz, der nicht Teil des Festgeländes war, wurde am späten Donnerstagabend einem 33-Jährigen von einem bislang unbekannten Trio die Tasche entwendet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdacht auf Raub. An den ersten beiden Festivaltagen erteilte die Polizei zudem 17 Platzverweise.

Fünf Personen wurden vorübergehend festgenommen. Zudem wurden drei Beleidigungen gegenüber Polizisten und zehn Körperverletzungen angezeigt. Ein 24-jähriger Darmstädter muss sich außerdem wegen des Verdachts des Drogenhandels verantworten.

Das 22. Schlossgrabenfest findet um Pfingsten vom 28. Mai bis zum 31. Mai 2020 statt.

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