IHK Darmstadt

Export aus Südhessen geht stark zurück

  • schließen

Darmstadt Die südhessischen Unternehmen exportieren wegen der Corona-Pandemie laut IHK deutlich weniger. Unklare Reiseregelungen sorgen für Unsicherheit.

Die südhessischen Unternehmen exportieren wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger. Das zeigen Zahlen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt-Rhein-Main- Neckar. Ein wichtiger Indikator für die Exportwirtschaft ist laut IHK die Zahl der ausgestellten Dokumente für Auslandsgeschäfte. Im April wurden davon laut Axel Scheer, Teamleiter International, nur noch 2779 ausgestellt – im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 18,6 Prozent.

Insgesamt stellte die IHK von Januar bis Ende April 13 021 Exportdokumente aus und damit immer noch etwas mehr als im Vorjahr. „Bis März lief das Auslandsgeschäft hervorragend, dann kam der Einbruch wegen Corona.“

Südhessen ist traditionell stark exportorientiert. Die Exportquote im verarbeitenden Gewerbe liegt laut IHK im eigenen Bezirk bei 65 Prozent und damit deutlich über der für Hessen (55 Prozent) und für Deutschland (48 Prozent). Der Warentransport funktioniere weiterhin einigermaßen, schreibt Scheer. Problematischer sei die Lage beim Personenverkehr. „Uns rufen täglich Unternehmen an, die ihre Servicetechniker für Installationen oder Reparaturen ins Ausland senden wollen“.

Die Unsicherheit sei groß, ob die Einreise erlaubt sei, „und ob man ohne Probleme auch wieder nach Deutschland zurückkommt“. Teils änderten sich die Voraussetzungen stündlich.

Scheer empfiehlt den Kontakt zu den Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) vor Ort, die über den aktuellen Stand informiert seien. „Einfach losfahren kann in die Hose gehen“, warnt er. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare