Darmstadt

Einsatz für Wochenmarkt in Darmstadt

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Die SPD fordert eine Weiterentwicklung, der CDU-Kämmerer stimmt dem zu.

Der SPD-Ortsverein Darmstadt-Mitte hat Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) die Auswertung einer Umfrage zum Wochenmarkt übergeben. Bei der Umfrage geht es darum, den Markt aufzuwerten.

Neu ist das Anliegen der Sozialdemokraten nicht. Bereits vor einem Jahr habe der Ortsvereinsvorsitzende Tobias Reis die Ergebnisse vorgestellt, und zwar in der Stadtverordnetenversammlung, schreibt die SPD in ihrer Mitteilung. Doch geschehen sei seit dem nichts.

Erkenntnisse der Online-Umfrage waren den Angaben zufolge unter anderem, dass es den Besuchern auf dem Markt vor allem an einer größeren Auswahl an Produkten fehlt. Außerdem lägen die Öffnungszeiten unpassend und es gebe weder ein Flair noch Verweilmöglichkeiten.

Dem Ortsverein sei bewusst, dass Veränderungen nur in Kommunikation zwischen Händlern vor Ort, Politik, aber auch den Vertretern der bestehenden Wochenmärkte fruchten könnten. Dennoch sollte man auch den Vorstellungen der Bürger Tribut zollen, betont die SPD. Schließlich hätten an der Umfrage 413 Personen teilgenommen, davon seien 285 auswertbar gewesen. Darüber hinaus hätten 763 Personen die Umfrage angesehen.

Bei Kämmerer Schellenberg rennt die SPD mit ihrer Kritik offene Türen ein. „Sowohl die Darmstadt Marketing (die den Wochenmarkt betreut, d. Red.) als auch die Stadt sind in der Tat der Auffassung, dass der Wochenamrkt weiterentwickelt werden muss.“ Dass sähen auch die Stadtverordneten so, antwortet der Dezernent schriftlich auf eine FR-Anfrage.

Ab Dezember führe man eine Bürgerbefragung online durch, um deren Bedürfnisse zu eruieren und mit früheren Erkenntnissen zu vergleichen. Anfang kommenden Jahres soll die Umfrage abgeschlossen sein.

Doch „bereits jetzt kann man sagen, dass ein wesentlicher Aspekt die Zulassung von Ständen mit Speise- und Getränkeangeboten ist“. Diese Möglichkeiten seien bislang in der Marktordnung ausgeschlossen. Auch die Toiletten am Markt sollen renoviert werden.

Zwar fehlen vielen Darmstädter Marktbeschickern den Angaben zufolge die Nachfolger für die landwirtschaftlichen Betriebe. Doch man sei „zuversichtlich, den Wochenmarkt beleben zu können“, so Schellenberg.

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