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Am 17. November lädt die Jüdische Gemeinde zum „Tag der offenen Tür“ in die Synagoge an der Wilhelm-Glässing-Straße ein.

Darmstadt

Einblicke in Religion und Lebensart

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Die Jüdische Gemeinde Darmstadt und die Stadt veranstalten zum zweiten Mal Jüdische Kulturwochen. Es gibt eine Ausstellung zu sehen sowie Konzerte und Lesungen.

Die Premiere im vorigen Jahr haben die jüdische Gemeinde und die Stadt darin bestärkt, auch in diesem Jahr die Jüdischen Kulturwochen zu veranstalten. Nach den Worten von Daniel Neumann, der seit 2017 als Nachfolger seines Vaters Moritz Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Darmstadt ist, soll das Kulturprogramm „nicht als Eintagsfliege“ begriffen, sondern „zu einer festen Größe in der Darmstädter Kulturlandschaft werden“.

Vom 20. August bis 24. November bietet das Programm mit 13 Veranstaltungen Einblicke in die jüdische Kultur, Religion und Lebensart. Vorgesehen sind Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und die Präsentation eines Dokumentarfilms. „Wir möchten einen Einblick in die Vielfalt jüdischer Kultur und jüdischen Lebens bieten und anregende, nachdenkliche, fröhliche, spannende und informative Momente bieten“, sagt Daniel Neumann.

Programm
Die Programmhefte zu den Jüdischen Kulturwochen liegen in Darmstadt an vielen öffentlichen Stellen aus. Das Programm kann auch im Internet unter www.juedische-kulturwochen- darmstadt.de eingesehen werden.

Für die Koordination des Projekts ist Andreas Stoler, der Kulturreferent der Jüdischen Gemeinde, zuständig.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. jjo

Zum Auftakt der Jüdischen Kulturwochen wird am Dienstag, 20. August, um 19 Uhr die von der Zeitbild-Stiftung konzipierte Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ im Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse, eröffnet. Anhand von Porträts und Kurzfilmen wird in der Ausstellung die Vielfalt jüdischer Biografien im 21. Jahrhundert aufgezeigt. Die Schau kann bis zum 5. September montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Eine Lesung mit Igal Avidan, dem Autor des Buches über den ägyptischen Arzt Mod Helmy, der jahrelang einer jüdischen Familie dabei half, sich vor der Gestapo zu verstecken, beginnt am Mittwoch, 28. August, um 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3.

Am Sonntag, 17. November, stehen allen Interessierten von 11 bis 16 Uhr das jüdische Museum und die Synagoge, Wilhelm-Glässing-Straße 26, bei einem „Tag der offenen Tür“ offen. Um 11 und 14 Uhr sind Führungen mit Fragerunden geplant. Zudem werden ein Mittagessen und eine „koschere Weindegustation“ angeboten.

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