Darmstadt

In Darmstadt werden Roboter für Hochrisikobereiche entwickelt

Vier Absolventen und ein Professor der TU Darmstadt haben das Unternehmen „Energy Robotics“ gegründet, das Software für Inspektionsroboter herstellt.

Vier Absolventen der Technischen Universität (TU) Darmstadt sowie der Informatik-Professor und Robotik-Experte Oskar von Stryk haben das Unternehmen „Energy Robotics“ gegründet. Neben von Stryk sind Dorian Scholz, Stefan Kohlbrecher, Alberto Romay und Marc Drassler die Köpfe hinter dem Projekt.

Mit der von ihnen entwickelten Software für autonome Inspektionsroboter sei das Team derzeit weltweit führend auf dem Markt für die Überwachung von Öl-, Gas- und Chemieanlagen, sagt Oskar von Stryk. Das Team habe seine Wurzeln im Roboter-Fußball der Universität, außerdem flossen unter anderem Erfahrungen ein, die im Rahmen des Hector-Rettungsroboter-Projekts gesammelt wurden.

Begleitet wurde die Gründung „Energy Robotics“ durch Highest, das Innovations- und Gründerzentrum der TU, sowie das universitäre IP (Intellectual Property)-Management.

Hinter „Energy Robotivs“ verbirgt sich eine Software-Suite, die mobile Bodenroboter autonom macht, damit diese Aufgaben der Fernüberwachung und -inspektion von Hochrisikobereichen wie Anlagen der chemischen und petrochemischen Industrie, unbemannter hochseegestützter Öl- und Gasplattformen oder Einsätze von Rettungskräften durchführen können.

Roboter mit der von ihnen erfundenen Software sind in der Lage, ihre Umgebung zu sehen, zu hören, zu riechen, zu messen und sich in Hochrisikobereichen autonom zu bewegen. Die webbasierte Benutzeroberfläche ermöglicht es Roboterbetreibern, ihre Einrichtungen aus der Ferne zu überwachen.

Das Team von „Energy Robotics“ hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2017 und 2019 beim „European Robotics Hackathon“ in Österreich und in gleich mehreren Jahren den „Best in Class Autonomy Award“ für den intelligentesten Rettungsroboter beim „RoboCup World Championship“ in Australien. Seit 2019 werden die Roboter kommerziell von Kunden genutzt. 

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