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Beschäftigte in der Altenpflege fühlen sich von ihren Arbeitgebern im Regen stehen lassen.

Darmstadt

Darmstadt: Warnstreik in der Altenpflege

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Die Mitarbeiter einer Seniorenresidenz in Darmstadt machen mit einem Demonstrationszug und einer Kundgebung auf ihre Arbeitssituation aufmerksam.

165 Beschäftigte der Darmstädter Seniorenresidenz Wohnpark Kranichstein waren am Freitag zu einem ganztägigen Warnstreik für faire Arbeitsbedingungen aufgerufen. Laut der Gewerkschaft Verdi begann der Streik mit der Frühschicht um 6 Uhr und sollte mit der Spätschicht um 21 Uhr enden.

Laut Pressemeldung der Gewerkschaft ist mit den Eigentümern der Seniorenpflegeeinrichtung ein Tarifvertrag vereinbart, der vom Arbeitgeber bislang nicht umgesetzt wurde.

Die zuständige Gewerkschaftssekretärin Anette Hergl wirft ihm Frechheit und Ignoranz vor. „Wir haben ein Eckpunktepapier ausgehandelt und unterschrieben, das unter anderem eine Lohnerhöhung rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres vorsieht.“ Doch nun wolle die Arbeitgeberseite „ohne uns im Alleingang bestimmen, welche Löhne die Beschäftigten erhalten sollen. Das lassen wir uns nicht bieten.“

Die Beschäftigten der Seniorenresidenz zogen ab 12 Uhr vom Gewerkschaftshaus zum Luisenplatz. Dort fand nicht nur eine Kundgebung statt, sondern auch ein Aktionstag der südhessischen Altenpflege. Die appellierte gestern an den Bundesgesundheitsminister, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die Arbeitsbedingungen in der Altenhilfe verbessern.  

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