Die Entega-Konzernzentrale befindet sich an der Frankfurter Straße im Norden der Darmstädter Innenstadt.
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Die Entega-Konzernzentrale befindet sich an der Frankfurter Straße im Norden der Darmstädter Innenstadt.

Darmstadt

Darmstadt: Versorger Entega trotzt der Corona-Pandemie

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Das kommunale Unternehmen mit Sitz in Darmstadt erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Überschuss von 28,6 Millionen Euro. Und im ersten Quartal liegt das Ergebnis ein Fünftel höher als geplant.

Als „erfreulich“ hat Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) die Geschäftszahlen des Darmstädter Versorgungsunternehmens Entega für das vergangene Jahr bezeichnet. Partsch, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, konnte sich am Dienstag während der Hauptversammlung im Kongresszentrum Darmstadtium auch über eine Ausschüttung von rund 21,4 Millionen Euro freuen, die das kommunale Unternehmen an seine Aktionäre ausschütten wird.

Versorger Entega: Stadt Darmstadt ist Hauptanteilseigner

Mit mehr als 93 Prozent ist die städtische Heag Holding AG Hauptanteilseigner des Versorgers. Mit knapp fünf Prozent sind zudem die Städte und Gemeinden in der Region an dem Unternehmen beteiligt.

Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff berichtete auf der Hauptversammlung, dass das Geschäftsjahr 2019 auf dem Niveau der vergangenen Jahre abgeschlossen habe, obwohl sich die Klimaschutzanforderungen an die Versorger und der Wettbewerb in der Energiebranche 2019 weiter verschärft hätten.

Das Unternehmen

An die Aktionäre und die Beschäftigten der Entega AG werden nach einem Beschluss der Hauptversammlung rund 23 Millionen Euro ausgeschüttet.

Für den Entega-Konzern , der sich mehrheitlich im Besitz der Stadt Darmstadt befindet und einer der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister Deutschlands sowie einer der größten Anbieter von Ökostrom und klimaneutralem Erdgas ist, arbeiten 2030 Beschäftigte. jjo

Der Entega-Konzern erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von mehr als 1,85 Milliarden Euro (2018: 1,75 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt 81,1 Millionen Euro, nach 113,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss liegt bei 28,6 Millionen Euro. Wegen eines positiven Sondereffekts aus der Auflösung von Rückstellungen lag der Überschuss 2018 noch bei 63,1 Millionen Euro.

Wolff berichtete zudem, dass der Konzern in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie getrotzt habe. So habe sich zwar die Betriebsleistung – etwa wegen Kurzarbeit bei Produktionsbetrieben wie dem Breuberger Reifenhersteller Pirelli – um drei Prozent verringert. Das Jahresergebnis für das erste Quartal liege mit 9,2 Millionen Euro jedoch ein Fünftel höher als ursprünglich geplant.

Entega-Vorstandschefin Wolff: Setzen konsequent auf Wachstum

Als „Grundlage des Erfolgs“ bezeichnete die Vorstandschefin die „konsequente Wachstumsstrategie“ des Unternehmens. So habe die Entega etwa Tochterunternehmen neu organisiert und den Vertrieb von Energie und Telekommunikation in einer eigenen Gesellschaft gebündelt.

Die Entega will bis Herbst einen Windpark bei Kassel um fünf Anlagen und einen Windpark im Lahn-Dill-Kreis bis 2021 um eine Anlage erweitern. Zudem soll das Gaskraftwerk Irsching 5 bei Ingolstadt, an dem die Entega beteiligt ist, im Oktober wieder in Betrieb genommen werden.

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