Eine Besonderheit des Swim & Run sind die vielen jungen Nachwuchssportler bei dem Wettkampf.

Darmstadt

Darmstadt: Nachwuchsförderung im Blick

Einen Teilnehmerrekord gibt es beim Swim & Run des Darmstädter Schwimm- und Wassersport-Clubs 1912 am Sonntag.

Die Uhr ist der wichtigste Begleiter. Ob beim Schwimmen oder beim Laufen, der Blick auf die benötigte Zeit ist unverzichtbar. Der Blick ist manchmal so sehr auf die Uhr gebannt, dass selbst die Anfeuerungsrufe der Vereinsfreunde beim Laufen nicht zu manchem Sportler durchdringen. „Du bist halt wie im Tunnel beim Laufen“, sagt einer der Teilnehmer des traditionellen Swim & Run-Wettkampfs des Darmstädter Schwimm- und Wassersport-Clubs (DSW) 1912 am Sonntag.

Im Nordbad und drumherum haben sich Sportler aus der ganzen Region versammelt, um den ersten Wettkampf des Jahres zu bestreiten. „Swim & Run ist so etwas wie der Start in die Saison“, sagt Thomas Pignede vom Vorstand der Triathlonabteilung des DSW. Für die Triathleten sei der Schwimm- und Laufwettbewerb auch ein Formcheck, bevor dann in die Saison gestartet werde. „Radfahren ist im Winter ja nicht so einfach, daher verzichten wir darauf“, sagt er.

Mit rund 450 Teilnehmern verzeichnet der Wettkampf dieses Mal einen Rekord. „So viele Teilnehmer hatten wir noch nicht, wir mussten daher die Schwimmgruppen neu aufteilen“, sagt Pignede. Denn der Platz unter der Traglufthalle am Nordbad ist begrenzt. Für den Verein ist es das zweite Jahr, in dem der Wettbewerb in dem Provisorium ausgerichtet wird.

Den Teilnehmern selbst macht das aber nichts aus. „Es macht doch Spaß, hier zu schwimmen“, sagt Daniel Noschitzka aus Klein-Ostheim. Er startet zum zweiten Mal beim Swim & Run. Nur das Wetter, sagt er, hätte besser sein können. „Letztes Jahr war es kälter, aber dieses Jahr ist es feuchter.“ 

Knapp 5,5 Kilometer müssen die Sportler laufen.

Das erste Mal dabei ist Nico Hemmer aus Langen. „Ich habe letztes Jahr mit Triathlon begonnen, für mich ist der Wettbewerb heute der Formcheck für dieses Jahr“, sagt er. Der Wettbewerb sei gut organisiert und mache Spaß. „Gut, der Steinboden im Schwimmbad ist erst einmal ungewöhnlich, aber das Becken ist richtig gut. Außerdem muss man ja froh sein, dass es dieses Provisorium überhaupt gibt, sonst könnte der Wettkampf nicht ausgerichtet werden“, sagt Hemmer.

Auffallend viele Kinder und Jugendliche sind beim Swim & Run vertreten. Ab acht Jahren darf mitgeschwommen und -gelaufen werden. „Es gibt tatsächlich gar nicht so viele Wettkämpfe, an denen der Nachwuchs teilnehmen kann“, sagt Pignede, daher sei der Darmstädter Wettbewerb stets gut besucht. Rund 250 Nachwuchssportler sind es am Sonntag.

Denn oft richten kommerzielle Anbieter Wettkämpfe aus, die eher Erwachsene als Zielgruppe haben. Der Swim & Run aber wird vom DSW selbst ausgerichtet, rund 60 Ehrenamtliche sind dafür seit dem Morgen im Einsatz. „Als Verein ist es uns wichtig, nicht nur die Erwachsenen, sondern gerade auch den Nachwuchs im Blick zu haben“, sagt Pignede. Zwar liege Triathlon gerade im Trend, die Triathleten von morgen müssten aber schon jetzt die Möglichkeit haben, sich in dem Sport zu üben. „Natürlich brauchen wir viele Helfer für einen Wettkampf wie den Swim & Run oder den Woogsprint, aber so helfen wir, dass auch Schüler mitmachen können“, sagt er.

Bis der erste Swim & Run im neuen Nordbad ausgerichtet werden kann, wird es wohl noch einige Zeit dauern, die Abrissarbeiten vom alten Schwimmbad wurden im vergangenen Jahr beendet. „Die Traglufthalle ist ein Provisorium, aber im Grunde fällt das gar nicht auf“, sagt Pignede.

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