Darmstadt

Darmstadt: Technische Hochschule kritisiert Hochschulpakt

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Zwar kann die Darmstäder TU der Vereinbarung zwischen dem Land Hessen und den Hochschulen einiges abgewinnen. Dennoch übt Präsidentin Tanaj Brühl Kritik: Die Ingenieurwissenschaften würden benachteiligt. Zufrieden hingegen ist die Hochschule Darmstadt.

Der Hessische Hochschulpakt, der die finanzielle Ausstattung der Hochschulen von 2021 bis 2025 festschreibt, ist unterzeichnet (FR vom 12. März).

Die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl, bemängelt jedoch eine unzureichende Förderung der Ingenieurwissenschaften. „Wir stellen mit Bedauern fest, dass das Land Hessen die Ingenieurwissenschaften im Unterschied zur Medizin nicht explizit fördert“, sagt TU-Präsidentin Brühl. „Da der MINT-Bereich, also der Fächerverbund aus Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften, essentiell für Innovation ist, ist dies schwer nachvollziehbar. Auf wichtigen Zukunftsfeldern wie Energieeffizienz, nachhaltiger Mobilität und nachhaltigem Wohnen benötigen wir starke Ingenieurwissenschaften“, betont die Präsidentin.

Nichtsdestotrotz könne sich das Ergebnis des Hochschulpaktes sehen lassen. Der Hochschuletat werde jährlich um vier Prozent steigen. „Dies ist eine wichtige Trendumkehr, da in den vorigen Jahren Budgetsteigerungen durch höhere Lohnkosten aufgefressen wurden“, sagt Brühl.

Gänzlich zufrieden zeigt sich die Hochschule Darmstadt. Erstmals erhielten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und somit auch die Hochschule Darmstadt reguläre Haushaltsmittel für den Aufbau eines akademischen Mittelbaus. Dies dürfte sich nachhaltig positiv auf die Forschungsfähigkeit auswirken.

Auch die Hochschule lobt die jährliche Budgetsteigerung. Diese schaffe mehr Spielraum unter anderem für Dauerstellen. Zudem werde man bis 2025 30 neue Professorinnen und Professoren einstellen können.

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